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Aktivitäten deutlicher herausarbeiten

Interview mit Thomas Lübkemeier, Geschäftsführer der EMVA

Der europäische Bildverarbeitungsverband EMVA hat mit Thomas Lübkemeier seit dem 1. Januar einen neuen Geschäftsführer. Was sind die Ziele des neuen Mannes bzw. die des EMVA für die nächsten Jahre und wie profitiert der Anwender davon?

Was sind Ihre Ziele bzw. Motivation bei Dienstantritt?

T. Lübkemeier: An meiner neuen Tätigkeit als General Manager der EMVA (European Machine Vision Association) reizt mich, die klar auf internationales Wachstum ausgerichtete Strategie maßgeblich zu beeinflussen und auch operativ umzusetzen. Bildverarbeitung (BV) fasziniert mich spätestens seit ich 2007 eine leitende Position in einem BV-Unternehmen übernehmen durfte. Die enorme Innovationskraft, das noch längst nicht ausgeschöpfte Potential und die Vielfalt von Anwendungen und Playern machen dieses Feld so besonders und anziehend. Mit der Entscheidung mir – und damit meiner Vita – das Vertrauen zu schenken, hat der Vorstand ein deutliches Signal in Richtung Marketing gesetzt, das heißt die Aktivitäten der EMVA in der Öffentlichkeitsarbeit für die Branche und die Mitglieder sowie die erfolgreiche Vertretung der Mitgliederinteressen noch deutlicher herauszuarbeiten, intern wie extern zu kommunizieren und u.a. kontinuierlich weitere Unternehmen für eine Mitgliedschaft in der EMVA zu begeistern, ist sicher ein wichtiges Ziel.

Auf der Vision wurde das Future Standards Forum (FSF) vorgestellt, eine gemeinsame Initiative der internationalen BV-Verbände AIA, JIIA und EMVA. Was hat sich seitdem ergeben?

T. Lübkemeier: Aufgrund der sehr spezifischen Anforderungen in der BV existieren bereits mehrere Standards wie z.B. Camera Link, CoaXPress, EMVA1288, GenCam und GigE Vision. Grundidee des FSF ist es nun, zukünftige Standardisierungsvorhaben mittels gemeinsamer Leitlinien zu koordinieren und damit, in einer doch eher kleinen Branche, die Entwicklung konkurrierender Standards zu vermeiden. Neueste Technologietrends sollen darüber hinaus frühzeitig identifiziert werden und so effizienter in die Standards einfließen. Während der letzten Vision haben die zwei Arbeitsgruppen ‚Digital Interface Standards‘ und ‚Optical Standards‘ erstmalig getagt. Im Wesentlichen wurde über die gemeinsame Zielsetzung und die zukünftige Art der Kommunikation gesprochen. Der gegenseitige Austausch wird nun mittels Telefonkonferenzen, aber auch persönlicher Treffen, z.B. auf der Automate in Chicago und dem International Standards Meeting in Korea, intensiviert. Noch ist es zu früh, um bereits über Ergebnisse berichten zu können, aber im Laufe des Jahres werden wir sowohl auf der EMVA Business Conference im Juni als auch auf entsprechenden Messen wie der Vision in Stuttgart und der ITE in Yokohama über Fortschritte informieren.

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