Deterministischer Trigger

Lüfterloser Vision-Box-PC mit ‚Echtzeit’´-Trigger

Bei der industriellen Bildverarbeitung geht es nicht nur um Aufnahme, Übertragung und Speicherung von Videodaten. In anspruchsvollen Vision-Systemen werden auf Basis der Bildinformationen unmittelbar Aktionen ausgelöst und Entscheidungen getroffen. Dafür ist ein präzises zeitliches Zusammenspiel der digitalen Ein- und Ausgänge (Sensoren, Stroboskope und Kameratrigger) entscheidend.
Die präzise Signal- und Triggersteuerung eines Bildverarbeitungssystems ist ausschlaggebend für die Effizienz der gesamten Fertigungslinie. Der Vision-PC Nuvis-3304af verfügt daher über eine speziell für diese Aufgaben neu entwickelte Technologie, die laut Hersteller bereits zum Patent angemeldet ist, genannt Deterministic Trigger I/O (DTIO). Anders als herkömmliche digitale I/O-Schnittstellen erlaubt die DTIO-Technologie die Programmierung eines deterministischen Zeitverhaltens an den I/O-Schnittstellen. Mit DTIO soll dem Vision-System eine zeitlich extrem genaue Verknüpfung von Eingangssignalen (Näherungsschaltern) und Ausgangssignalen (Stroboskop, Kameratrigger) ermöglicht werden. Digitale I/O-Verbindungen mit COS-Interrupt (Change Of State) arbeiten auf Basis von Zustandsänderungen. Die gewünschten Aktionen werden ereignisgesteuert ausgelöst. Die systemimmanente Latenzzeit solcher Verbindungen führt häufig jedoch zu einer ungenauen Zeitsteuerung der Stroboskop- und Triggersignale. Im neuen Vision-PC kommt für die DTIO-Technologie ein separater Mikroprozessor zum Einsatz, der mit einem speziellen Algorithmus das Zusammenspiel zwischen der Programmierhardware und dem I/O-Kreis unterstützt. Dadurch lassen sich Verzögerung und Signaldauer an verschiedenen Ausgängen (Stroboskop und Kamera) mit einer Auflösung von 25µsec präzise an das Signal eines bestimmten Eingangs (Näherungssensor) koppeln. Der Vision-Box-PC verfügt über PoE- und schnelle USB-3.0-Schnittstellen. Für funktionale Erweiterungen steht die patentierte PCIe/PCI-Karten-Kassette zur Verfügung. Durch Installation spezialisierter Schnittstellenkarten kann er bei Bedarf mit Analogkameras oder FireWire-, Camera Link oder CoaXPress-Kameras arbeiten. Ebenfalls möglich ist die Integration eines Motion Controllers für ein automatisiertes Inspektionssystem. Das Gehäuse (240x225x90mm) mit seinem großflächigen Kühlkamm ermöglicht den lüfterlosen Betrieb bei -25 bis +70°C.

Das könnte Sie auch interessieren

Umfirmierung der MWF Roland Friedrich GmbH

Bereits 2015 wurde die MWF Roland Friedrich GmbH, Hersteller von kundenspezifischen Mess- und Prüflösungen aus Großostheim, von der Mahr Gruppe übernommen. Nun folgte auch die Umfirmierung der Tochtergesellschaft des Fertigungsmesstechnik-Herstellers in Mahr MWF GmbH. Ziel dabei sei, das Unternehmen noch sichtbarer in die Qualitätsmarke Mahr einzufügen und dadurch noch internationaler zu vermarkten.

www.mahr.com

Partnerschaft Matrix Vision und Metrilus

Matrix Vision ist eine Partnerschaft mit dem Unternehmen Metrilus GmbH aus Erlangen eingegangen. Metrilus ist eines der ersten Unternehmen weltweit, das sich auf Komplettlösungen für Echtzeit-3D-Bildverarbeitungsanwendungen spezialisiert hat. In Verbindung mit der 6D-Perception Camera mbBlueSirius von Matrix Vision bietet Metrilus zukünftig Beratung, Entwicklung von Prototypen und Software-Lösungen an.

www.matrix-vision.com

Vervierfachtes geometrisches Auflösungsvermögen

MicroScan ermöglicht das Bildformat einer radiometrische Thermografiekamera mit gekühltem FPAPhotonen-Detektor zu vervierfachen. Für Modelle der High-End-Kameraserie ImageIR bedeutet dies, dass sich Aufnahmen mit bis zu 2.560×2.048 IR-Pixeln erstellen lassen. Hinter der Funktion verbirgt sich ein schnell rotierendes MicroScan-Rad, das in der Kamera integriert ist. Es sorgt dafür, dass pro Radumdrehung vier verschiedene Einzelaufnahmen entstehen, die zueinander jeweils um ein halbes Pixel lateral versetzt sind. Die Einzelaufnahmen werden in Echtzeit zu einem Thermogramm mit vierfachem Bildformat zusammengeführt.

www.InfraTec.de

Wellenfrontsensor für die Optikprüfung

Der Wellenfrontsensor SHSLab dient zur die Prüfung von Optiken, optischen Systemen und Lasersystemen. Das Messprinzip ermöglicht die Erfassung von Wellenfronten durch eine einzelne Messung, so dass er schnell und unempfindlich gegenüber externen Einflüssen ist. Ein Mikrolinsen-Array transformiert die lokalen Propagationsrichtungen der Lichtstrahlen in ein Feld von Fokuspunkten auf einer Kamera. Die Abweichung der Fokuspunkte von ihren Referenzpositionen wird berechnet und schließlich die Wellenfront durch numerische Integration.

www.optocraft.com

Anzeige
Kamera-Kompositgehäuse für Roboteranwendungen

Der Kamerakopf des Bildverarbeitungssystem Robot Inspector for Integrity Analysis (RIITTA) ist eine kompakte Einheit, die alle Einzelkomponenten wie Kamera, Objektiv, blitzbare LED-Beleuchtung und Ansteuerelektronik in einem Spezialgehäude vereint. Das leichte Kompositgehäuse ist IP65-geschützt und bietet Schutz vor Staub und Spritzwasser. Die Eigenschaften der verwendeten Materialien in Verbindung mit dem Design des Gehäuses vermeiden Trägheitsmomente, die vor allem bei Roboteranwendungen eine entscheidende Rolle spielen.

www.asentics.de

Anzeige
Neuer Geschäftsführer bei Omron Electronics

 

Zuvor war Kluger als Managing Director Europe und Vice President Business Development für Adept Technology, später für Omron Adept Technologies tätig. Außerdem ist er als ehrenamtliches Vorstandsmitglied im Fachverband Robotik des VDMA aktiv.

www.industrial.omron.eu

Anzeige