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Echt oder Fälschung?

Smartphone unterscheidet Original von Fälschung

Die Zeiten für Produktfälscher dürften härter werden. Ein handelsübliches Smartphone ermöglicht jetzt das Auffinden von Produktfälschungen an jedem beliebigen Punkt in der Lieferkette. Dies ist möglich, da jeder QR-Code-Aufdruck im mikroskopischen Bereich gewisse Variationen aufweist, die lesbar und speicherfähig sind.

Bild 1: UniSecure unterscheidet Produkte anhand der Qualität des Code-Aufdrucks. Wenn ein Kunde ein Produkt auf seine Echtheit überprüfen möchte, prüft er mittels Smartphone den aufgedruckten QR-Code. (Bild: Systech International)

Bild 1: UniSecure unterscheidet Produkte anhand der Qualität des Code-Aufdrucks. Wenn ein Kunde ein Produkt auf seine Echtheit überprüfen möchte, prüft er mittels Smartphone den aufgedruckten QR-Code. (Bild: Systech International)

Produktfälschungen sind ein allgegenwärtiges Risiko, das alle Produkte und Marken betrifft, vom Kaugummi über Präservative bis hin zu Luxusgütern. Dabei geht es nicht um Cent-Beträge: Laut dem aktuellen Report ´Counting the Cost of Counterfeiting´ des Online-Markenschutz-Spezialisten NetNames kostet Produktpiraterie Unternehmen weltweit jährlich rund 1,6 Billionen Euro. Branchenspezifisch sind vor allem Uhren- und Schmuckhersteller, die Modeindustrie sowie Hersteller von medizinischen, pharmazeutischen und kosmetischen Produkten betroffen. Der Zukunftstrend ist alles andere als erfreulich: Ein jährliches Wachstum von 15 Prozent ist vorhergesagt. Betroffene und potentiell betroffene Firmen versuchen seit geraumer Zeit durch das Hinzufügen von technischen Sicherheitsmerkmalen am Produkt, es den Fälschern schwerer zu machen. Hologramme, RFID-Chips und Near-Field-Technologien kommen z.B. zum Einsatz. Diese Vorgehensweise erinnert an das Wettrüsten im Kalten Krieg. Kaum hat ein Hersteller diese käuflichen und reproduzierbaren Sicherheitstechnologien im Einsatz, wird nicht nur das Produkt, sondern auch das Sicherheitsmerkmal gefälscht. Erschwerend kommt hinzu, dass besondere technische Gerätschaften benötigt werden, um eine Verifizierung des Sicherheitsmerkmals durchzuführen. Seit seiner Gründung vor 30 Jahren beschäftigt sich Systech International mit der Verbesserung der Arzneimittelsicherheit in der Lieferkette. 19 der 20 größten Pharmaunternehmen weltweit arbeiten mit Lösungen der Firma. Die Verifizierung eines Produktes mithilfe eines Smartphones ist ein weiterer logischer Schritt in diese Richtung. Das Produkt UniSecure ist seit einem Jahr auf dem Markt. Damit können nicht nur Fälschungen pharmazeutischer Produkte aufgefunden werden, sondern bei nahezu allen Produkten Fälschungen erkannt und deren Auslieferung oder Verkauf rechtzeitig verhindert werden.

Was ist UniSecure?

Bild 2: Die Chance, dass ein gleichartiger individueller Fehler des Codes zweimal auftritt und gespeichert wird, liegt bei etwa 1:200 Millionen. (Bild: Systech International)

Bild 2: Die Chance, dass ein gleichartiger individueller Fehler des Codes zweimal auftritt und gespeichert wird, liegt bei etwa 1:200 Millionen. (Bild: Systech International)

UniSecure ist ein Softwareprogramm und entstand sozusagen als Nebenprodukt der Serialisierungswelle, die seit etwa zwei Jahren global alle Pharmahersteller und Pharmaverpackungsfirmen in Atem hält. Dabei müssen alle pharmazeutischen Produkte per Gesetz bei der Herstellung oder Verpackung jeweils mit einer einzigartigen, aufgedruckten Seriennummer versehen werden. Damit soll dem Fälschen oder der Manipulation von Medikamenten ein Riegel vorgeschoben werden. Das Neuartige an dieser Software-Lösung ist, dass jeder QR-Code-Aufdruck oder auch jede aufgedruckte 2D- und 3D-Datamatrix im mikroskopischen Bereich eine gewisse Variation aufweist, die lesbar und speicherfähig ist. Die Software erkennt und speichert diese Mikrovarianzen, die beim Druck auftreten, und generiert eine einzigartige neue Seriennummer, die die vorherige überschreibt. Diese UniSignature wird als Code wiederum an einem sicheren Ort in der Cloud gespeichert. Wenn ein Kunde ein im Laden oder im Internet gekauftes Produkt auf seine Echtheit überprüfen möchte, hält er einfach sein Smartphone mit der UniScan-App auf den aufgedruckten QR-Code. Die App verbindet sich mit der Cloud und nach etwa drei Sekunden hat er die Antwort: Ein grüner Haken signalisiert Echt, ein rotes Kreuz auf dem Smartphone bedeutet Fälschung oder Suspect. ´Zusätzlich gibt es noch eine SDK-Anwendung, die es Unternehmen erlaubt, mit Kunden mit einer eigenen App direkt Kontakt aufzunehmen. Sportartikelhersteller wie Nike oder Adidas könnten sich somit also die Chips in ihren Laufschuhen sparen, mit denen diese Hersteller gegenwärtig Fälschungen verhindern wollen. Und die zahllosen und teuren Hologramme auf den Blisterpackungen in den Flughäfen wären ebenfalls überflüssig. Ein Klick mit dem Smartphone auf den QR-Code beseitigt alle Zweifel, ob echt oder Fälschung. Wenn man bedenkt, dass Internet-Versender wie Amazon über ganze Heerscharen von Testkäufern verfügen, die global Jagd auf Fälschungen machen, dann erhält man eine Idee von der finanziellen Größenordnung dieses Problems und davon, wie hoch die Verluste sind, die Markenherstellern durch den Verkauf von gefälschten Produkten entstehen. Von mindestens 10 Prozent des Jahresumsatzes ist die Rede. Dabei ist das Verfahren völlig sicher und zuverlässig, sowohl als Plattform als auch in der Anwendung. Die Chance, dass ein gleichartiger individueller Fehler des Codes zweimal auftritt und gespeichert wird, liegt bei etwa 1:200 Millionen. Derzeit gibt es keine Technik, um UniSecure zu unterlaufen oder auszutricksen.

 

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