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Eine Frage der Lage

Lesen von Pharmacodes bei Fresenius Medical Care

In einer Produktionsanlage zur Herstellung von Systemen für die Peritoneal- und Haemodialyse setzt Fresenius Bildverarbeitung ein. Die AIT Goehner GmbH ist spezialisiert auf komplette Lösungen industrieller Bildverarbeitung. In den Verpackungsstationen im Werk Bad Homburg gewährleisten die hochauflösenden Vision-Systeme die korrekte Zuordnung von Beipackzetteln, kurz IFU (Instructions for use). Keine einfache Aufgabe, da die Lage der zu lesenden Pharmacodes auf den UFUs permanent variiert.
Fresenius Medical Care mit Sitz in Bad Homburg ist der weltweit führende Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Patienten mit chronischem Nierenversagen. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 85.000 Mitarbeiter in über 50 Ländern der Erde. Der Konzern verfügt über 40 Produktionsstandorte rund um den Globus und betreut ein Netz mit über 3.100 Dialysekliniken und mehr als 255.000 Dialysepatienten. Der IFU verfügt zur eindeutigen, maschinellen Erkennung über den sogenannten Pharmacode, einen Barcode-Standard, der in der pharmazeutischen Industrie zur Packmittelkontrolle eingesetzt wird. Das von AIT Goehner integrierte autarke Vision-System von Cognex garantiert die sichere Zuordnung von IFUs zum jeweiligen Produkt. Doch dabei gibt es eine Herausforderung zu bewältigen: das absolut sichere Erkennen und Lesen der Codes bei permanent variierender Lage der Beipackzettel. Hierfür werden die Kartons aus einem Spendersystem mit einer IFU ausgestattet. Anlagenbedingt entsteht eine unendliche Anzahl von Lageorientierungen des Beipackzettels im Karton. Das Vision-System muss daher zum sicheren Code-Lesen im Stande sein, zuerst die Position des Codes eindeutig zu bestimmen. Für den Leseprozess selbst ist es danach wichtig, den Informationsgehalt des Strichcodes mit absoluter Sicherheit zu Lesen und in Sekundenbruchteilen auszuwerten, um dann den codierten Zahlenwert an die SPS zu übertragen.

Profinet-Anbindung an über- geordnete Steuerung

Die In-Sight 5605 mit 5MP Auflösung und schneller Hochleistungsverarbeitung kann die Position des IFU mit Barcode präzise bestimmen, sicher lesen und die Datenweitergabe erfolgt direkt an die übergeordnete SPS. Das Vision-System ist mittels integriertem Profinet an eine übergeordnete S7-Steuerung gekoppelt. Durch diese Schnittstelle wurde die Inbetriebnahme wesentlich vereinfacht, und durch Auswertung der Statussignale lässt sich der Zustand des Vision-Systems einfach überwachen. Treten relevante Codefehler auf, stoppt sie die jeweilige Verpackungslinie und der betreffende Karton wird entnommen. Der gesamte Identifikations- und Leseprozess ist für das Vision-System kein Problem, da es über einen entsprechend großen Lesebereich verfügt. Mit seiner Auflösung von fünf Megapixeln kann das System den geforderten Bildbereich von 560x360mm selbst aus einer Entfernung von mehr als einem Meter schnell und präzise lesen.

Schon als Standard defniert

Für maximale Prozesssicherheit und um unnötige Maschinenstillstände zu vermeiden, haben die Stuttgarter Systemintegratoren sowohl die technische Lösung als auch die Implementierung in die Bestandsanlage minutiös vorbereitet. Bei einem ersten Vor-Ort-Termin wurden Probeaufnahmen angefertigt, auf deren Basis man einen Demo-Prüfjob direkt an der Anlage erstellte. So konnte vorab ermittelt werden, ob das Anforderungsprofil erfüllt wurde. Nachdem sichergestellt war, dass die Lösung prozesssicher arbeitet, wurde ein Pilotsystem über mehrere Wochen auf einer Verpackungslinie eingesetzt. Nach erfolgreicher Validierung wurden die weiteren Verpackungsstationen mit dem Vision-System ausgestattet. Realisiert wurde das gesamte System vom Erstkontakt über den Testaufbau, die Pilotanlage bis zur kompletten Ausstattung aller Beladespuren innerhalb von knapp zwei Monaten. Aufgrund der hohen Verfügbarkeit und extrem zuverlässigen Erkennung des Pharmacodes wird die Lösung auch an weiteren Produktionsanlagen implementiert.

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