Einschalten
und loslegen

Intelligente Kamera mit einfacher Bedienung

Während Bildverarbeitungsbibliotheken immer umfangreicher und komplexer werden, suchen immer mehr Anwender nach einfach zu bedienenden Lösungen. Dies wurde bei der Auslegung der intelligenten Kamera SmartCamera berücksichtigt. Zielgruppe der Kamera sind Nutzer, die nicht täglich mit Bildverarbeitungsaufgaben betraut sind: Eine einfache Bedienung, flexible Anpassung an die Automatisierungsumgebung und der Einsatz von Industriestandards erleichtern die Arbeit.
Die intelligente Kamera ist ein Komplettpaket: sämtliche Software, Bibliothek, Handbücher und die Online-Hilfeunterstützung sind bereits in das Gerät integriert. ‚Einschalten, konfigurieren und loslegen‘ könnte somit die Devise lauten. Der Nutzer greift ortsunabhängig mit einem Webbrowser über die Seriennummer auf die Benutzeroberfläche BVS Cockpit zu, bei der sich die Anzeigeparameter auch gezielt auswählen lassen. Durch eine definierbare Benutzerverwaltung kann ein Mehrfachzugriff eingerichtet bzw. eingeschränkt werden. Auch ein Wechsel zu weiteren SmartCameras im Netzwerk ist direkt von der Oberfläche aus möglich. Ein monochromer CMOS Sensor mit einer Auflösung von 1,3MP stellt die Bilder schnell zur Analyse bereit. Der Nutzer kann aber auch alternativ auf gespeicherte Bilder zugreifen. Hauptanwendungen des Gerätes sind die Objekt-Identifikation über Barcode, 2D-Code oder Klarschrift sowie die Objektqualitätskontrolle mit Helligkeits- und Konturwerkzeugen oder Positionieraufgaben mit einem Objektfinderwerkzeug.

Halcon-basierte Werkzeuge

Bis zu 100 Inspektionsprogramme speichert die Kamera und umfangreiche Import- und Exportfunktionalitäten mit Trainingsbildern erweisen sich zusätzlich als wertvolle Features. Möchte der Nutzer Inspektionsprogramme erstellen oder verändern, muss er nur in den Konfigurationsmodus wechseln, um Analysewerkzeuge sequentiell anzuordnen und über intelligente Parameterübergabe miteinander zu verknüpfen. Bei einigen Tools kommen auch Wizards (Assistenten) zum Einsatz, die anhand von Objekten eine Parametrierung automatisch vornehmen. Alle Werkzeuge basieren auf der Halcon Bibliothek. Im sogenannten Monitormodus läuft ein Inspektionsprogramm kontinuierlich ab. Ergebnisse werden definiert über bestimmte Ausgänge weitergegeben oder über sogenannte Ergebnispakete der SPS oder einem Steuerungsrechner zugeleitet. Parallel zum aktuellen Inspektionsdurchlauf kann die Historie eingesehen werden. Im Statistikmodus, der parallel zur Inspektion z.B. durch einen weiteren Zugriff auf die SmartCamera aufgerufen werden kann, werden die globale Yield-Rate und Statistikwerte einzelner Ergebnisparameter dargestellt.

IO- und Feldbusvariante

Geschickt werden unterschiedliche Informationen aus der Automatisierungsumgebung miteinander verknüpft, die Objektseriennummer in den Inspektionsablauf integriert und die Signale anderer Sensoren aus der Prozessumgebung in den Inspektionsplan eingebunden. So lässt sich u.a. eine Signalleuchte direkt aus der intelligenten Kamera ansteuern. Ein ausgeklügeltes Schnittstellenkonzept sorgt für die richtige Adressierung und die Verteilung der Informationen: Bei Bedarf genügt ein Mausklick und das Prozessnetzwerk wird nur mit den allerwichtigsten Informationen belastet, während Daten und Bilder, z.B. für Qualitätsservices, ihren Weg über ein schnelles Gigabit-Ethernet-Netzwerk finden. Über den integrierten IO-Link Master lassen sich zusätzlich IO-Link-Devices, -Sensoren und -Aktoren anbinden und direkt (oder auch indirekt) über die SPS datentechnisch mit der Kamera und der jeweiligen Inspektion verbinden. Erhältlich ist das Gerät vorerst in zwei Varianten: die sogenannte IO-Variante mit LAN- und acht frei programierbaren Digitalschnittstellen und die Feldbusvariante mit LAN-, Profinet-, IO-Link-und Digitalschnittstellen. Das robuste Gehäuse, einfache Montagemöglichkeiten, M12-Steckverbinder und C-Mount-Objektive runden den vielseitigen Problemlöser ab.

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