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GigE Vision over Wireles: Drahtlose Kamera überträgt 320×256 große 8bit Monochrom-Bilder mit 30fps

Pleora hat auf der Vision eine Demo-Installation zu GigE Vision over Wireless präsentiert und bietet somit die drahtlose Videoübertragung mittels GigE Vision Standards an. Framos, Vertriebspartner von Pleora, traf sich mit John Phillips, Senior Manager Marketing bei Pleora, um über die neuen Möglichkeiten zu sprechen.
Wie passt das neue Videoschnittstellenangebot zu den anderen Produkten von Pleora?

Phillips: Die drahtlose Technologie setzt auf Standard-IT-Plattformen. Es ist kein Framegrabber erforderlich. Alles wird unterstützt von einem gemeinsamen Software Development Kit. Darüber hinaus ist die Wireless-Schnittstelle kompatibel zu GigE Vision und GenICam. Es ist also einfach, sie mit anderen zu GigE Vision kompatiblen Produkten zu koppeln.

Bringt eine drahtlose Schnittstelle die gleiche Leistung wie die anderen Videoschnittstellen?

Phillips: Wie bei unseren anderen GigE Vision-Videoschnittstellen werden die Bilder unkomprimiert über die drahtlose Schnittstelle übertragen, mit hoher Zuverlässigkeit, geringer Latenz und geringem Jitter. Der Wireless Technology Demonstrator lieferte z.B. Daten per IEEE 802.11n Standard mit hoher Zuverlässigkeit und bis zu 180Mbps unter Laborbedingungen. In normalen Umgebung sind etwa 60Mbps realistisch. Bei Verlust eines Datenpakets gewährleistet die GigE Vision Standard-Funktion zum erneuten Senden von Datenpaketen, sodass das System korrekt weiterarbeitet. Die drahtlose Kamera in unserem Demonstrator übertrug 320×256 große 8-bit Monochrom-Bilder mit 30fps. Das sind für solche Kameras typische Werte. Dies entspricht einer Datenübertragungsrate von etwa 20Mbps. In einem mit ähnlichen Kameras aufgebauten System könnten mehrere Kameras denselben drahtlosen Kanal nutzen.

Werden Systementwickler diese drahtlose Schnittstelle mit handelsüblichen Geräten nutzen können?

Phillips: Ja, die drahtlose Schnittstelle ist kompatibel mit dem IEEE 802.11 Standard, daher können handelsübliche Netzwerkkarten und Router zum Systemaufbau genutzt werden. Aktuell ist die drahtlose Schnittstelle mit dem IEEE 802.11n Standard kompatibel. Sobald der IEEE 802.11ac Standard ratifiziert ist, planen wir diesen für GigE Vision-kompatible Schnittstellen zu nutzen, die bis zu 500Mbps übertragen. Dann ist der Durchsatz groß genug, um die Anforderungen von Hochleistungsanwendungen zu erfüllen.

Was sind die Vorteile von GigE Vision über Wireless?

Phillips: Einer der größten Vorteile ist die Flexibilität bei der Systementwicklung, da sie für viele Anwendungen keine Netzwerkverkabelung mehr vorsehen müssen. Der zweite Punkt ist die Funktionsfähigkeit mit anderen Systemkomponenten. Unser drahtloses Produktangebot nutzt dasselbe SDK wie der Rest unserer Produkte und funktioniert daher auch mit diesen zusammen. Diese Art der Interoperabilität, ist nicht nur für die Systementwicklung wichtig, sondern optimiert auch die gesamte Systemleistung. Die Bildverarbeitungsbranche hat GigE Vision aufgrund seiner Vorteile in der Breite etabliert: Zuverlässige, verlustlose Videoübertragung über Standard-Ethernet-Netzwerke mit minimaler Latenz. Jetzt können Kunden von diesen Vorteilen auch drahtlos profitieren.

Welche spezifischen Anwendungen könnten diese drahtlosen Vorteile wirklich nutzen?

Phillips: Da gibt es eine Reihe von Anwendungen. Automatische Mautsysteme sind ein Beispiel. Vernetztes Video, das mit GigE Vision Videoschnittstellen möglich wird, vereinfacht die Architektur automatisierter Mautsysteme, da sich die Hardware nicht mehr in der Nähe der Kamera auf einer Kamerabrücke über der Straße befinden muss. Ein zweites Beispiel ist die digitale Radiografie. Ein drahtloses Flat-Panel-Röntgengerät lässt Medizinern die Freiheit, Röntgenaufnahmen unabhängig von der Position des Patienten zu machen. Dies ist hilfreich bei Patienten mit Verletzungen der Wirbelsäule, die sich nicht auf herkömmliche Röntgentische legen können.

Wie sieht der Zeitplan bis zur allgemeinen Verfügbarkeit des Produktes aus?

Phillips: Wir arbeiten derzeit an kundenspezifischen Angeboten. Ende 2013 werden wir dann Universal-Videoschnittstellen als OEM-Einbauplatinen, als Referenz-Design und zur Lizenzierung anbieten.

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