Anzeige
Anzeige

Industriekameras für Hollywood

USB3.0-Kameras mit MacOS-Betriebssystemen

Während vor nicht allzu langer Zeit die Benutzung ‚einfacher‘ Kameramodule in der Filmindustrie weitestgehend undenkbar erschien, setzt seit der Nutzung neuer Aufnahmetechniken ein Umdenken ein. Nahezu in jedem modernen Film sind Filmsequenzen mit sich frei im Raum bewegenden Objekten zu sehen, die aus unerwarteten Perspektiven und sehr nah verfolgt werden.
Viele dieser spektakulären Szenen werden heute von kleinen und mobilen Kameramodulen gefilmt, die an Drohnen – in der Regel Quad- bis Oktokopter – befestigt sind. Das sind kleine, unbemannte und ferngesteuerte Fluggeräte, die normalerweise von vier bis acht Rotoren angetrieben werden. Zur Steuerung von Flugbewegung und Perspektive können Bilder zu einer Empfangsstation gesendet und vom Piloten ausgewertet werden. Durch die Auswertung vieler Sensoren wird ein stabiles Flugverhalten erreicht. Zurzeit werden in diesem Einsatzgebiet oft kleine Kameraeinheiten eingesetzt, die z.B. als Helmkameras von Sportlern oder Motorradfahrern bekannt sind. Die Filmsequenzen werden häufig stark komprimiert aufgenommen. Die verwendeten Optiken sind mit geringen Brennweiten fest verbaut und haben daher weite Aufnahmewinkel. Die dabei auftretenden Verzerrungen in den Randbereichen wirken gerade bei Kameraschwenks störend. Die Fokussierung auf die wenig verzerrte Bildmitte in der Nachbearbeitung führt zu einem deutlichen – also sichtbaren – Qualitätsverlust.

Anforderungen

Aus diesem Grunde war schon lange der Wunsch nach Kameramodulen, in der für Filmaufnahmen mindestens benötigten Full-HD-Auflösung (1.920×1.080 Bildpunkte), mit wechselbaren Objektiven, vorhanden. Im hier beschriebenen Umfeld müssen solche Kameras klein, leicht und schnell sein. Diese Forderungen werden von vielen Industriekameras erfüllt. Da die Traglasten der Drohnen zunehmen, können nun auch höherwertige Bildsignale direkt in der Drohne auf kleinen Computersystemen verarbeitet und gespeichert werden. Mit dem von Industriekameras auf breiter Front unterstützten USB3.0 Standard werden Übertragungsraten von bis zu 5GBit/sec erreicht. Damit lassen sich Full-HD-Bilder mit bis zu 180 Bildern/sec übertragen. Mit so hohen Bildraten können Slow-Motion Filmsequenzen mit vergleichsweise preiswerten Kameramodulen aufgenommen werden. Die bisher in der Filmindustrie verwendeten Kameras, die diese Leistungsmerkmale anbieten, sind erheblich teurer und schwerer als Industriekameras.

MacOS auf Basis USB3.0

Um den beschriebenen Einsatzbereich und die Nutzbarkeit für Filmaufnahmen fördern zu können, hat sich Ximea entschieden, für seine Kameras auf Basis der USB3.0-Schnittstellen MacOS-Betriebssysteme zu unterstützen. Die sehr kleinen und leichten Kameras der Serie xiQ (USB3.0, ab 26x26x21mm, 25g) können nun mit den Apple-Betriebssystemen OS X in den Versionen 10.7 und 10.8 (Lion und Mountain Lion) eingesetzt werden. Die Kameras unterstützen über 30 der bekanntesten Bildverarbeitungsbibliotheken. Zudem wird auch durchgehend für die Betriebssysteme Windows, Linux und MacOS eine vollständige Programmierumgebung (SDK und API) angeboten.

Anzeige

Empfehlungen der Redaktion

Das könnte Sie auch interessieren

Die aktuelle Ausgabe des inVISION Products Newsletters stellt diese Woche zehn Produkte und Lösungen zum Thema ‚IPCs and Boards for (Embedded) Vision‘ vor. ‣ weiterlesen

www.tedo-verlag.de

Anzeige

Das israelische Startup TriEye gab seine Zusammenarbeit mit Trimble bekannt, einem Unternehmen für Maschinensteuerungstechnologie für Landwirtschaft und Bauwesen. ‣ weiterlesen

www.TriEye.tech

Anzeige

Neurala, ein amerikanischer Hersteller von Vision-KI-Software, gab die Gründung seiner europäischen Niederlassung mit Sitz in Italien bekannt. Neurala Europe wird von Max Versace, CEO und Gründer des Unternehmens, und von Daniel Glasser, VP of Client Operations von Neurala, geleitet, der dem Vorstand von Neurala Europe beitritt und das Tagesgeschäft überwacht. ‣ weiterlesen

www.neurala.com

Anzeige

Mitte Juni sind die inVISION TechTalks in die Sommerpause gegangen. Seit September 2020 haben 30 Webinare zu verschiedenen Themen der Bildverarbeitung, Embedded Vision und Messtechnik stattgefunden, die 7.000 Registrierungen verzeichnen konnten. Nach der Sommerpause starten am 14. September dann die neun Webinare der inVISION TechTalks SOLUTIONS, bei denen drei Firmen in 20 Minuten Vorträgen einen Überblick über ein Schwerpunktthema geben. Die kostenfreie Anmeldung für die Webinare ist bereits möglich. ‣ weiterlesen

www.invision-news.com

Anzeige

Seit dem 1. Mai 2021 verstärkt Bernhard Westerhoff als Business Development Manager das Vetriebsteam der Sill Optics. Westerhoff verfügt über 30 Jahre Erfahrung im Vertrieb von optischen und elektronischen Produkten, die er u.a. bei Rodenstock, Carl Zeiss Vision, Panasonic Automotive & Industrial Systems und Jenoptik sammeln konnte. ‣ weiterlesen

www.silloptics.de

Über 130 Teilnehmer konnte die diesjährige EMVA Business Conference verzeichnen, die Pandemie-bedingt nur online stattfinden konnte. An den beiden Tagen wurden den Teilnehmern 20 Vorträgen, zwei Keynotes und zwei Podiumsdiskussionen angeboten. An den Vor- und Nachmittagen bestand die Möglichkeit für B2B Videomeetings, die zahlreich genutzt wurde. 2021 soll dann die Conference wieder live in Sofia (Bulgarien) stattfinden. ‣ weiterlesen

www.emva.org