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Integrierte Qualitätssicherung

Was CAQ-Lösungen dem ERP-System voraus haben

Über welches IT-System die Qualitätsaufgaben einer Produktion gelenkt werden sollen, ist häufig noch umstritten. Während die Administration dies oft dem ERP-System zutraut, stehen viele Projektleiter und Fachverantwortliche in der MES- und CAQ-Fankurve.

 (Bild: Carl Zeiss MES Solutions GmbH)

(Bild: Carl Zeiss MES Solutions GmbH)

Die Bedeutung von Manufacturing-Execution-Systemen mit seinen Einzeldisziplinen wie Computer Aided Quality (CAQ), Betriebsdatenerfassung (BDE) und Maschinendatenerfassung (MDE) ist im Zeitalter der digitalen Transformation unumstritten hoch. Die Vorteile eines IT-gestützten, integrierten Qualitätsmanagementes sind ebenfalls hinlänglich bekannt, dient es doch unmittelbar der Wettbewerbsfähigkeit eines Industrieunternehmens. Doch trotz der steigenden Sensibilisierung sind die Diskussionen nach dem führenden System noch nicht erloschen. Wer hat den Hut auf, wenn es darum geht, das Prüfgeschehen entlang der Fertigung zu planen, in Echtzeit zu überwachen und flexibel zu steuern? Lässt man einmal die Zweckentfremdung von Excel und Co. beiseite, herrscht in vielen Betrieben noch immer die Meinung, dass ein ERP-System hier durchaus gut positioniert sei. Warum also die zusätzliche Investition in eine Spezialanwendung? Die Fähigkeiten und Defizite der beiden Systemwelten ‚integriertes CAQ‘ und ‚ERP-System‘ werden bei einer genauen Betrachtung schnell klar.

Im Kontext des Auftrags

‚Fehler vermeiden, bevor sie entstehen‘ lautet eine Grundregel im Qualitätsmanagement. Was es dafür braucht, sind alle Informationen zum Produktionsauftrag inklusive der qualitätsrelevanten Parameter. Hinzu kommen verschiedene operative Einflussgrößen wie Maschinenbelegung und Werkzeugeinsatz sowie der Prüfort (In-Prozess oder Labor), das verwendete Material und die Qualifikation des Mitarbeiters. Ein Unternehmen, das all diese Informationen zusammenbringt, kann mittels gezielter Qualitätsprüfungen Fehler am Produkt meist sicher vermeiden. Bereits an dieser Stelle zeigt sich, dass ein ERP-System alleine diese Aufgabe nicht erledigen kann. Der Beitrag der betriebswirtschaftlichen Anwendung zu diesem umfassenden Datenpool konzentriert sich nämlich nur auf den deterministischen Teil des Geschehens. Im Rahmen der Arbeitsvorbereitung werden Arbeitspläne inklusive einzelner Arbeitsgänge, Fertigungshilfsmittel und Material- bzw. Stücklisten erstellt. Operative Einflussgrößen sind dem ERP-System jedoch nicht bekannt. Dieses Wissen kommt aus dem integrierten CAQ, oder noch besser, aus dem MES. Hier ist der Kontext des Produktionsauftrags vorhanden. Die Fachanwendung verwaltet die tatsächlichen Bedingungen, welche auf die Prüfplanung einwirken und welche Prüfaufgaben in den einzelnen Arbeitsgängen notwendig sind, um die gewünschte Qualität sicherzustellen. In der ERP-Alleinherrschaft heißt das konkret: Der Anwender erstellt einen Arbeitsplan samt Prüfplan, ohne die konkrete Prüfsituation zu kennen. In einer ERP-bestimmten Qualitätsprüfplanung befindet sich der Planer buchstäblich im Blindflug. Er hat keine Möglichkeit, spezifische Prüfumfänge gezielt zu einer Fertigungslage zuzuordnen. Und so muss er sehr zeit- und kostenaufwendig im Maximalausbau – also zu 100 Prozent – alle Parameter und Merkmale prüfen.

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