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Keine Marmelade für Prozessoren

Lüftungskonzept für IPCs im Lebensmittelbereich

Wie in vielen Branchen sorgen leistungsstarke Industrie-PCs (IPCs) für hohen Durchsatz und kurze Taktzeiten. Besonders anspruchsvoll gestaltet sich dies in der Lebensmittelindustrie: Hier sind Verpackungen zuverlässig auf mögliche Beschädigungen wie Abplatzungen und Deformierungen zu inspizieren. Die Praxis zeigt aber, dass zwar die Rechenleistung aktueller Systeme den Anforderungen gerecht wird, doch mit der hierfür notwendigen Kühlung dieser Systeme fangen sich die Anwender mitunter überraschende Probleme ein.
Selbst wenn die PC-Systeme für die Lebensmittelindustrie in Schaltschränken eingebaut werden, die die Luft filtern, zeigt die Erfahrung, dass im Dauerbetrieb die abzufüllenden Säfte oder Marmeladen tatsächlich ihren Weg bis ins Innere der PCs finden. Das führt in der Praxis zu unangenehmen Überraschungen, wie deckende Schichten von Marmelade auf dem Prozessor. Auch Säfte wurden in den RAM-Sockets beobachtet. Hierauf sind etliche Ausfälle und kostspielige Serviceeinsätze zurückzuführen. Die Marmelade-/Zucker-Schichten umhüllen Kühlkörper und Lüfter und führen zu Überhitzungen des Prozessors. Die Säure in den Fruchtsäften sorgt für lebhafte Korrosion an den Kontakten. Gerade in den engen Zeitfenstern, die die kurze Erntezeit mitbringt, sind die Folgekosten von Ausfällen besonders hoch.

Bedarfsgerechte Lüftungssteuerung

Vor diesem Hintergrund wurde die bestehende CamCube-Familie um ein Produkt erweitert, das hohe Rechenleistung mit einem neuen Lüftungskonzept verbindet und den zuverlässigen Betrieb in der Lebensmittelindustrie gewährleistet. Im CamCube Plus 4.0 ziehen drei leistungsstarke Ultra-Silent-Lüfter die Luft durch 8mm starke Filter, die besonders feine Poren aufweisen. Mit der Wahl des geeigneten Filtermaterials können die Tröpfchen aus der eingesogenen Luft sogar chemisch durch Adsorption gebunden werden. Der Bedarf an Lüftungsleistung wird abhängig von den Betriebsbedingungen durch sechs Temperatursensoren ermittelt, die auf dem Mainboard verteilt sind. Somit werden die Lüfter nur so schnell betrieben, wie es die Umgebungstemperatur und der Betriebszustand aktuell erfordern. Die bedarfsgerechte Lüftersteuerung sorgt für eine stets angenehme Lautstärke, spart Strom und sichert den drei Lüftern ein langes Leben. Sollte doch einmal Bedarf für einen Service an den Filtermatten entstehen, gestaltet sich dieser besonders einfach: Die Filtermatten befinden sich auf der Rückseite der Systeme in Metallrahmen. Von außen lassen sich diese schnell und problemlos abnehmen, um den Fließ zu reinigen oder auszutauschen.

Interessante Leistungsdaten

Nicht nur für die Lebensmittelindustrie interessant sind auch andere Features des Cam Cube Plus. Die Gehäuse werden aus Spiegelblech gefertigt und verleihen den Systemen ein hochwertiges Design. Das Spiegelblech ist optisch kaum von Edelstahl zu unterscheiden, stellt jedoch eine kostengünstigere Alternative mit einer höheren mechanischen Steifigkeit dar. Auch die Leistungsdaten sind Leckerbissen: Im Gehäuse arbeiten leistungsstarke Prozessoren Intel Core i3, i5 und i7 der aktuellen Haswell-Generation. Dabei kommen ausschließlich geprüfte Embedded-Prozessoren und Mainboards zum Einsatz, auf denen die Langzeitverfügbarkeit der Systeme basiert. Die Daten werden auf bis zu acht Festplatten gespeichert, die im optionalen RAID-Verbund höhere Datensicherheit gewährleisten. Zwei Festplatten befinden sich im optionalen Wechselrahmen. Für das System sind zwei Stromversorgungen erhältlich. Zum einen ein 24VDC-Netzteil und zum anderen eine USV, die bei Stromausfall die wichtigen Betriebsdaten im RAM absichert und deren geordnetes Speichern und das Herunterfahren des Rechners veranlasst. Erweiterbar ist der CamCube Plus 4.0 durch bis zu sieben Einsteckkarten mit PCI bzw. PCIe. Der Hersteller bietet Schnittstellenkarten zu allen marktüblichen Interfaces an, wie GigE, USB3.0, Firewire, Power over Ethernet, CameraLink und CoaXPress. Nützlich sind auch die digitalen Ein- und Ausgänge, die über optoentkoppelte 24V-Signale die Produktionsanlage mit dem Industrie-PC verbinden. Um die Verkabelung der Systeme zu vereinfachen, wurden alle I/Os auf die Vorderseite verlegt.

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