Nahtlose Zusammenarbeit

Leica Laser-Tracker im Einsatz beim BMW-Werk Regensburg

Für ein Unternehmen wie die BMW Group ist eine hohe Arbeitsgeschwindigkeit bei absoluter Prozesssicherheit, garantierter Produktqualität und voller Kostenkontrolle essenziell. Genau dafür sorgt der Laser-Tracker AT960 von Hexagon Manufacturing Intelligence in einer Umgebung, in der Exzellenz die einzige Option ist.

Bei Fertigungstoleranzen von teilweise nur 1mm erfüllt der Leica Laser-Tracker AT960 die hohen Genauigkeitsanforderungen der BMW Group. (Bild: Hexagon Metrology GmbH)

Infolge der komplexen, vielschichtigen Fertigungsprozesse der Automobilindustrie sind selbst winzigste Details von kritischer Bedeutung. Als sich die BMW Group auf die Suche nach einem absolut mobilen und benutzerfreundlichen Messsystem zur Erhöhung der Effizienz und Produktivität machte, war eine zentrale Anforderung an das neue System eine reduzierte Messzeit ohne Einbußen in Bezug auf die zur Erkennung von Fertigungsfehlern erforderliche Präzision und Genauigkeit. Im Rahmen der üblichen Abläufe müssen Messungen an zahlreichen unterschiedlichen Orten innerhalb des Werks durchgeführt werden. Aus diesem Grund ist absolute Portabilität ohne Kompromisse bei der Genauigkeit und Präzision ein wichtiger Aspekt. Die BMW Group informierte sich gründlich über die Funktionalität verschiedener Systeme bei der Messung unterschiedlicher Fahrzeugkomponenten, insbesondere in den kritischen Phasen des Montageprozesses. Die Wahl fiel auf den Leica Absolute Tracker AT960 in Kombination mit einem T-Scan 5 und einer T-Probe. Bei Fertigungstoleranzen von teilweise nur einem Millimeter zeichnet sich das System dadurch aus, dass es den hohen Genauigkeitsanforderungen der BMW Group gerecht werden konnte. Neben der Genauigkeit waren auch die Effizienzsteigerungen bei der Nutzung des Trackers, gemeinsam mit den beiden anderen Geräten, ein wichtiges Argument für die Kaufentscheidung.

 Die Feedbackfunktion des T-Scan 5 mit zweifarbigem Leitstrahl und akustischen R?ckmeldungen sorgt f?r eine hohe Zuverl?ssigkeit und Bedienerfreundlichkeit. (Bild: Hexagon Metrology GmbH)

Die Feedback-Funktion des T-Scan 5 mit zweifarbigem Leitstrahl und akustischen Rückmeldungen sorgt für eine hohe Zuverlässigkeit und Bedienerfreundlichkeit. (Bild: Hexagon Metrology GmbH)

Deutliche Zeiteinsparungen

Der AT960 und der T-Scan 5 arbeiten nahtlos zusammen. Durch das geringe Gewicht und die kompakten Abmessungen des Scanners spart der Anwender Zeit, ohne Einbußen bei der Genauigkeit hinnehmen zu müssen. Der T-Scan 5 verfügt über eine Reihe von Funktionen zur Verbesserung des Anwendererlebnis und der Messgenauigkeit. Die Feedback-Funktion mit weiterentwickeltem zweifarbigem Leitstrahl und akustischen Rückmeldungen sorgt für eine hohe Zuverlässigkeit und Bedienerfreundlichkeit bei der Datenerfassung. Das Gerät arbeitet so effizient, dass der zu messende Bereich nur ein einziges Mal gescannt werden muss. Bei der Erfassung einer kompletten Karosserie sind es diese Funktionen, die den einst mühsamen und langwierigen Messvorgang heute reibungslos, effizient, stressfrei und bemerkenswert präzise gestalten. Aufgrund der zahlreichen LEDs am Gehäuse des T-Scan 5 und T-Probe sind deren Bewegungen für den AT960 so einfach zu tracken wie ein Reflektor, bieten aber anstelle von drei sechs Freiheitsgrade. Darüber hinaus ermöglicht PowerLock – eine patentierte aktive optische Technologie von Hexagon – durch die intelligente Zielerfassung zur automatischen Wiederherstellung eines unterbrochenen Laserstrahls deutliche Zeiteinsparungen beim Betrieb. Eine weitere wichtige Eigenschaft ist die individuelle Anpassbarkeit des Systems. Die BMW Group entschied sich für den Einsatz von Rotring-/Tripelspiegelreflektoren mit einem abnehmbaren Ring, einer Oberfläche aus gehärtetem Stahl und einer optischen Zentriergenauigkeit von ±3µm. Diese Reflektoren dienen zur Durchführung statischer Messungen von Elementen, die andernfalls schwer zugänglich sind, z.B. an der Unterseite einer Karosserie. Auch diese Funktion hat sich bei der Arbeit an den fixen Installationen auf den Plattformen in den BMW-Messlabors als ausgesprochen praktisch und effizient erwiesen. Günstig für die Anwendungen ist außerdem die rasche Datenübertragung vom T-Scan 5 an den AT960 und von dort aus weiter an die Software. Seitdem gibt der Anwender die Scangeschwindigkeit vor, nicht der Scanner. Weitere Vorteile sind sein IP54-Gehäuse und seine integrierte Umgebungsüberwachung für eine bessere Messgenauigkeit.

Umgebungsüberwachung

Die Temperatur ist ein wichtiger Faktor für die Messvorgänge: Ist eine Karosserie zu warm, dehnt sie sich aus, ist sie zu kalt, schrumpft sie. Solche Veränderungen können sich auf die Genauigkeit der Messwerte auswirken. Die integrierte MeteoStation des AT960 kontrolliert die Temperatur der Messumgebung und informiert den Anwender bei Temperaturschwankungen. Durch optionalen Akkubetrieb und integriertes WLAN bei einem Gewicht von weniger als 14kg kann der Scanner praktisch überallhin mitgenommen werden. Zur Flexibilität trägt zudem bei, dass er von der Basis getrennt und je nach Anwendung vertikal oder horizontal positioniert sowie auf dem Kopf stehend aufgehängt werden kann. Die gesamte Messlösung vereint somit alles, was die BMW Group zur schnellen, präzisen und mobilen Messung von Spaltmaßen, Oberflächen, Bohrungen sowie zur Ausrichtung von Rohkarosserien, Komponenten und großen Fertigungswerkzeugen benötigt. Nach einem Jahr Betrieb in Regensburg ist das Messsystem von Hexagon für das Qualitätssicherungsteam der BMW Group zu einem wichtigen Hilfsmittel im Alltag geworden.

Nahtlose Zusammenarbeit
Bei Fertigungstoleranzen von teilweise nur 1mm erfüllt der Leica Laser-Tracker AT960 die hohen Genauigkeitsanforderungen der BMW Group. (Bild: Hexagon Metrology GmbH)


Das könnte Sie auch interessieren

Partnerschaft Matrix Vision und Metrilus

Matrix Vision ist eine Partnerschaft mit dem Unternehmen Metrilus GmbH aus Erlangen eingegangen. Metrilus ist eines der ersten Unternehmen weltweit, das sich auf Komplettlösungen für Echtzeit-3D-Bildverarbeitungsanwendungen spezialisiert hat. In Verbindung mit der 6D-Perception Camera mbBlueSirius von Matrix Vision bietet Metrilus zukünftig Beratung, Entwicklung von Prototypen und Software-Lösungen an.

www.matrix-vision.com

Vervierfachtes geometrisches Auflösungsvermögen

MicroScan ermöglicht das Bildformat einer radiometrische Thermografiekamera mit gekühltem FPAPhotonen-Detektor zu vervierfachen. Für Modelle der High-End-Kameraserie ImageIR bedeutet dies, dass sich Aufnahmen mit bis zu 2.560×2.048 IR-Pixeln erstellen lassen. Hinter der Funktion verbirgt sich ein schnell rotierendes MicroScan-Rad, das in der Kamera integriert ist. Es sorgt dafür, dass pro Radumdrehung vier verschiedene Einzelaufnahmen entstehen, die zueinander jeweils um ein halbes Pixel lateral versetzt sind. Die Einzelaufnahmen werden in Echtzeit zu einem Thermogramm mit vierfachem Bildformat zusammengeführt.

www.InfraTec.de

Wellenfrontsensor für die Optikprüfung

Der Wellenfrontsensor SHSLab dient zur die Prüfung von Optiken, optischen Systemen und Lasersystemen. Das Messprinzip ermöglicht die Erfassung von Wellenfronten durch eine einzelne Messung, so dass er schnell und unempfindlich gegenüber externen Einflüssen ist. Ein Mikrolinsen-Array transformiert die lokalen Propagationsrichtungen der Lichtstrahlen in ein Feld von Fokuspunkten auf einer Kamera. Die Abweichung der Fokuspunkte von ihren Referenzpositionen wird berechnet und schließlich die Wellenfront durch numerische Integration.

www.optocraft.com

Kamera-Kompositgehäuse für Roboteranwendungen

Der Kamerakopf des Bildverarbeitungssystem Robot Inspector for Integrity Analysis (RIITTA) ist eine kompakte Einheit, die alle Einzelkomponenten wie Kamera, Objektiv, blitzbare LED-Beleuchtung und Ansteuerelektronik in einem Spezialgehäude vereint. Das leichte Kompositgehäuse ist IP65-geschützt und bietet Schutz vor Staub und Spritzwasser. Die Eigenschaften der verwendeten Materialien in Verbindung mit dem Design des Gehäuses vermeiden Trägheitsmomente, die vor allem bei Roboteranwendungen eine entscheidende Rolle spielen.

www.asentics.de

Anzeige
Neuer Geschäftsführer bei Omron Electronics

 

Zuvor war Kluger als Managing Director Europe und Vice President Business Development für Adept Technology, später für Omron Adept Technologies tätig. Außerdem ist er als ehrenamtliches Vorstandsmitglied im Fachverband Robotik des VDMA aktiv.

www.industrial.omron.eu

Anzeige
Jahresabschluss und Verä;nderungen bei Stemmer

Am 30. Juni hat der global tätige Bildverarbeiter Stemmer Imaging sein Geschäftsjahr 2016/2017 mit einem Umsatz von 88,7Mil.€ und einem währungsbereinigten Wachstum von 6% abgeschlossen. Der Abschluss stellt auch das Ende einer Ära dar.

www.stemmer-imaging.de

Anzeige