Anzeige
Anzeige

Neue Kalibrierrichtlinie

VDI/VDE 5585 für die Kalibrierung von Thermografiekameras

Mit der Richtlinie VDI/VDE 5585 Blatt 1 wird die Vergleichbarkeit und die Prüfbarkeit der wesentlichen messtechnisch erfassbaren Daten von Thermografiekameras verbessert, denn es werden eindeutige Verfahren zu deren Ermittlung festgelegt.

VDI/VDE 5585 Blatt 1 gilt für die Angabe und Überprüfung von technischen Daten für Thermografiekameras, die zur Messung von Oberflächentemperaturen eingesetzt werden. (Bild: Flir Systems GmbH)

VDI/VDE 5585 Blatt 1 gilt für die Angabe und Überprüfung von technischen Daten für Thermografiekameras, die zur Messung von Oberflächentemperaturen eingesetzt werden. (Bild: Flir Systems GmbH)

Bislang werden den Bildern von Thermografiekameras Temperaturwerte anhand von nicht offengelegten Kalibrierprozessen zugewiesen. Der VDI/VDE-Fachausschuss 8.16 ‚Temperaturmessung mit Wärmebildkameras‘ definiert die notwendigen Begriffe und legt Kalibrierprozesse für reproduzierbare Ergebnisse fest. Die Zeit war überfällig, die Voraussetzungen zu schaffen, damit Thermografiekameras als Messgeräte eingesetzt werden können, also eine Rückführung der angezeigten Temperaturmesswerte auf die Internationale Temperaturskala für die Vergleichbarkeit der Ergebnisse gegeben ist. Während für Strahlungsthermometer mit der Richtlinie VDI/VDE 3511 Blatt 4.4 ‚Technische Temperaturmessungen; Strahlungsthermometrie; Kalibrierung von Strahlungsthermometern‘ ein anerkanntes Regelwerk für die rückführbare Kalibrierung existiert, fehlt dieses für Thermografiekameras bisher. Voraussetzung für die Kalibrierung mit geringer Unsicherheit ist die Kenntnis und die Beschreibung der messtechnischen Parameter. Mit der vor Kurzem veröffentlichten Richtlinie VDI/VDE 5585 Blatt 1 wird die Vergleichbarkeit und die Prüfbarkeit der wesentlichen messtechnisch erfassbaren Daten von Thermografiekameras verbessert, denn es werden eindeutige Verfahren zu deren Ermittlung festgelegt. Die Richtlinie gilt im Bereich der Messtechnik für die Angabe und die Überprüfung von technischen Daten in Datenblättern und Bedienungsanleitungen für Thermografiekameras, die zur Messung von Oberflächentemperaturen eingesetzt werden. Damit ist sie in Anwendungsfeldern relevant, in denen die Visualisierung von relativen Temperaturunterschieden nicht ausreicht und exakte Messwerte erforderlich sind. In der derzeit noch in Bearbeitung befindlichen Richtlinie VDI/VDE 5585 Blatt 2 werden darauf aufbauend Kalibrierverfahren für Thermografiekameras beschrieben. Die Notwendigkeit, die Temperaturmessung mit Wärmebildkameras auf ein solides Fundament zu stellen, sieht auch die internationale Community. Die Arbeit des VDI/VDE-GMA FA 8.16 wurde bei IEC SC65B WG 5 angemeldet und befürwortet. Daher wurde die Richtlinie VDI/VDE 5585 Blatt 1 ‚Technische Temperaturmessung; Temperaturmessung mit Thermografiekameras; Messtechnische Charakterisierung‘ direkt als zweisprachiger Entwurf veröffentlicht, um der internationalen technischen Regelsetzung als Grundlage zu dienen. Der FA 8.16 ‚Temperaturmessung mit Wärmebildkameras‘ ist aus dem FA 8.14 ‚Angewandte Strahlungsthermometrie‘ hervorgegangen und arbeitet mit diesem Gremium eng zusammen. Die Struktur der neuen Richtlinienreihe VDI/VDE 5585 ‚Technische Temperaturmessung; Temperaturmessung mit Thermografiekameras‘ wird analog zur Richtlinienreihe VDI/VDE 3511 Blatt 4 ‚Technische Temperaturmessung; Strahlungsthermometrie‘ aufgebaut. So wird für die beiden Geräteklassen ein in sich konsistentes Richtlinienwerk entstehen.

Anzeige

Empfehlungen der Redaktion

Das könnte Sie auch interessieren

Für das kamerabasierte Schutzsystem PSENvip 2 für Abkantpressen steht nun eine Long-Range-Variante zur Verfügung: PSENvip Long Range ist die erste Schutzeinrichtung mit einem Schutzbereich von bis zu 18m.‣ weiterlesen

www.pilz.com

Anzeige

The Imaging Source veröffentlicht eine neue USB3.0-42MP-CMOS-Kamera mit 7fps bei 42MP bzw. 110fps bei Full HD. Die Kamera bietet ein C/CS-Mount oder eine integrierte Optik (inkl. Autofokus). Neben einer automatischen Farbkorrektur und einem 2/3″ CMOS-Sensor ist im Gesamtpaket auch ein Barcode SDK sowie die Vermessungssoftware IC Measure.

www.theimagingsource.com

Anzeige

Die High-Power-LED-Strahler und mit externem Controller gesteuerte Beleuchtungen der Marke Lumimax sind mit neuen Schalteingängen ausgestattet. Die Verwendung von optoisolierten Schalteingängen vereinfacht das Ansteuern der Beleuchtung über die Programmierung der Kamera. Die Beleuchtung kann dadurch genau zum Zeitpunkt der Bildaufnahme lastfrei (High- oder Low-Side) über ein SPS (24VDC)-oder TTL (5VDC)-Signal geschaltet werden. Ein T-Adapterkabel ist die Verbindung zwischen Kamera und Beleuchtung. Über dieses ist die Beleuchtung direkt an die Kamera angeschlossen und ermöglicht das synchrone Schalten zur Bildaufnahme

www.iimag.de

Anzeige

Der eingebaute Mikro-Blitzcontroller der neuen LED-Ringlicht-Serie ermöglicht die Anpassung einer Vielzahl von Parametern, wie Pulslänge, Auslöseverhalten, Stromverstärkung und vieles mehr. Die Programmierung kann über RS232 erfolgen – später auch über Bluetooth und WLAN. Die Verstärkung lässt sich bis zum sechsfachen Nennstrom einstellen, so dass die acht 1W Oslon LEDs eine maximale Leistung von bis zu 46W erzielen. Der Controller überprüft die getroffenen Einstellungen und warnt, wenn der Strom für die Pulslänge / Zykluszeit hoch wird.

www.autovimation.com

Anzeige

Die Kameramodelle Eosens 25CXP+, 12CXP+ und 25CL+ besitzen einen Onsemi Python CMOS Sensor. Die hohe Lichtempfindlichkeit der Hochgeschwindigkeitskameras von 5,8V/Lux*s@550nm liefert auch bei schlechten Lichtverhältnissen verlässliche Bildinformationen. Die CXP+ Modelle verfügen über eine 4-Kanal CXP-6 CoaXPress V1.1-Schnittstelle. Die 25CXP + liefert 80fps bei einer Auflösung von 5.120×5.120 Pixeln. Die 12CXP+ bietet 165fps bei einer Auflösung von 4.096×3.072 Pixeln. Bei einer Auflösung von 1.024×768 Pixeln erhöht sich die Framerate auf bis zu 765fps.

www.mikrotron.de

Anzeige

Die Runtime 5.4.4 von Silicon Software unterstützt mit der Erweiterung des GenICam Explorers die Konfiguration von Action Commands für GigE Vision-Kameraschnittstellen und -Framegrabber. Der GenICam Explorer erkennt angeschlossene Kameras automatisch und ermöglicht den direkten Zugriff auf die GenICam Schnittstelle der Kamera. Über eine grafische Benutzeroberfläche lassen sich die Kameraverbindung, Link-Topologie sowie die Kamera selbst und die Framegrabber-Firmware konfigurieren und steuern sowie die Einstellungen speichern. Der GenICam Explorer ist neben GigE Vision auch für die Kameraschnittstellen CoaXPress und Camera Link HS erhältlich und für alle gängigen Kameramodelle einsetzbar.

www.silicon-software.de

Anzeige

Im vierten Teil der VDMA IBV Expertenrunde geht es um das Thema Kameras. Der Kameramarkt ist derzeit im Wandel, sei es durch technische Entwicklungen (z.B. Embedded Vision), aber auch durch eine zunehmende Zahl von Akquisitionen. Daher hat sich inVISION mit Dr. Dietmar Ley, CEO der Basler AG, über den Kameramarkt der Zukunft unterhalten. ‣ weiterlesen

Anzeige

www.baslerweb.com

Anzeige

Der Random-Pattern-Projektor Flexpoint MVstereo projiziert eine zufällig angeordnete Punktewolke mit 33.000 divergenten Punkten und steht zunächst in zwei Wellenlängen zur Verfügung: sichtbares rot (660nm) und Infrarot (830nm). Das Produkt eignet sich für die 3D-Stereobildverarbeitung. Hierbei wird das Volumen eines Körpers aus den Positionen der Bildpunkte berechnet, die zeitgleich von zwei Kameras aus unterschiedlicher Perspektive aufgenommen werden. Um das Verfahren auch bei einfarbigen untexturierten Oberflächen anwenden zu können, wird mit dem Laser eine Punktewolke auf das Objekt projiziert. Die Laserleistung ist so eingestellt, dass die Laserklasse 1 bzw. 1M eingehalten wird.

www.lasercomponents.de

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige