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Ressourcen vernünftig umgelenkt

Interview mit Andreas Schaarschmidt, SVS Vistek GmbH

Seit 1998 gibt es die SVS-Vistek. Anfangs noch eher Distributor und Systemanbieter, hat sich die Firma in den letzten Jahren immer stärker hin zum Kamerahersteller gewandelt. InVISION sprach mit Andreas Schaarschmidt, CMO bei SVS-Vistek über das aktuelle Portfolio und zukünftige Ziele.

Das Kameraportfolio von SVS-Vistek umfasst Produkte von low-end bis high-end. Wo sehen Sie noch Lücken?

Andreas Schaarschmidt: Unseren unteren Rand müsste ich etwas verschieben. Sagen wir lieber ab Mittelklasse, denn auch bei den niedrigen, z.B. VGA-Auflösungen, erhält der Kunde eine hervorragende optische Qualität und ein Feature Set, dass genauer betrachtet genauso Geld sparen kann, wie bei den ganz großen Serien. Low-end und MeToo-Produkte sind unter den aktuellen Serien SVCam nicht unser Fokus. Seit der Vision 2014 haben wir an der Umsetzung unseres Planes gearbeitet, hochwertige Flächenkameras mit modernen CCD- und CMOS-Sensoren der wichtigsten Anbieter, mit den passenden Interfaces wie GigE, USB3.0, Camera Link und CoaXPress anzubieten. Zudem besetzen wir Themen wie hohe Schutzklasse, I/O-Pegel von 0 bis 24V, interne LED Treiber und steuerbare Objektive für MFT-, Canon-EF- und C-Mount. An diesen Aufgaben sind wir gewachsen und können heute mit Stolz unser Angebot in diesem Sinn als nahezu komplett bezeichnen. Dies auch unter dem Aspekt, dass wir für den lokalen Markt schlüssige Kombinationen aus eigenen Kameras und Objektiven, Beleuchtungen, Bilderfassung sowie Kabel von unseren Zulieferpartnern anbieten können. Natürlich halten wir die Entwicklungen im Sensor- und aufkommenden embedded Markt im Auge.

In den letzten Jahren hat sich das Profil der SVS-Vistek verändert. Was ist die Firma heute: Distributor, Lösungsanbieter oder Kamerahersteller?

Schaarschmidt: 1998 wurde aus den Firmen SVS und Vistek eine gemeinsame Unternehmung. Die Kombination aus Distribution und Systemanbieter führte um 2000 zu einem erfolgreichen Kamera OEM-Projekt. Ab 2002 bauten wir mit der CF-Serie das Angebot aus und waren 2005 sogar Pioniere bei der Einführung der GigE-Technologie. Mit zunehmender Nachfrage und Marktdurchdringung begann der Veränderungs-Prozess zur Schärfung unseres Geschäftsmodells. Heute sind wir vorrangig Kamerahersteller mit viel Know-how in Technologie und Distribution. Wir fertigen sechs eigene Kameraserien mit CCD- und CMOS-Sensoren und bieten an, was man für eine gute Lösung rund um die industrielle Bildverarbeitung noch alles ´kombinieren und berücksichtigen´ sollte. Sprich, wir haben unsere Ressourcen intern vernünftig umgelenkt, ergänzend aufgebaut und neu gewonnen, um heute ein guter Partner für Systemintegratoren, OEM-Kunden und unseren weltweiten Distributoren mit Value Add zu sein. Das Wissen aus der ehemals eigenen Systempraxis z.B., wird heute beim Erstellen von eigenem Testequipment für unsere Kameras eingesetzt und beflügelt auch unsere Fantasie bzgl. neuer Produkt-Features. Für die weitere Entwicklung der Firma ist es sicher neben unseren qualifizierten Kollegen von Nutzen, dass das heutige Management-Team, Walter Denk (CEO), Henrik Ilsby (CCO) und ich (CMO) auch unterschiedliche Aspekte aus erfolgreichen Berufsleben mit einbringen.

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