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Starke Nachfrage

Wie hoch ist der Wissensstand des ‚üblichen‘ Vision-Anwenders über Embedded Vision?

Klahr: Viele Kunden kommen heute mit sehr guten Vorkenntnissen zu uns. Wir merken, dass das Thema präsenter ist und die Anwender viel Know-how aufgebaut haben. Hier haben auch die Medien einen großen Beitrag geleistet. Zudem hat die Maker-Szene Berührungsängste verringert. Einige Kunden haben z.B mit dem Raspberry Pi ihre Idee durchgespielt und kommen jetzt zu uns, um ihre Anwendung professionell in Serie zu bringen.

Welche Neuheiten werden Sie auf der Embedded World an ihrem Messestand präsentieren?

Klahr: Auf der Vision hatten wir das erste Wärmebild-Kameramodul für Embedded-Systeme vorgestellt. Auf der Embedded World folgt nun das zweite Modell mit höherer Auflösung. Im Rechnerbereich haben wir das Portfolio der skalierbaren i.MX6-Controllermodule nach oben und unten erweitert. Mit dem phycore i.MX6 QuadPlus steht nun ein Modul mit noch höherer Leistung zur Verfügung. Auf dem Stand werden wir dazu ein Demo mit Halcon Embedded auf dem i.MX6 zeigen. Speziell für kostensensitive Projekte gibt es auch ein Modul mit der preisgünstigen i.MX6-UL-Variante.

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Im vierten Teil der VDMA IBV Expertenrunde geht es um das Thema Kameras. Der Kameramarkt ist derzeit im Wandel, sei es durch technische Entwicklungen (z.B. Embedded Vision), aber auch durch eine zunehmende Zahl von Akquisitionen. Daher hat sich inVISION mit Dr. Dietmar Ley, CEO der Basler AG, über den Kameramarkt der Zukunft unterhalten.

„Wachstum in reifer werdenden Märkten hängt nicht mehr allein von guten Produkten, sondern zunehmend von einer starken Marke, von gutem Marktzugang und von Skaleneffekten ab.“ (Bild: Basler AG)

Dr. Dietmar Ley: Akquisitionen sind ein Zeichen der zunehmenden Reife des Bildverarbeitungsmarktes. Wachstum in reifer werdenden Märkten hängt nicht mehr allein von guten Produkten, sondern zunehmend von einer starken Marke, von gutem Marktzugang und von Skaleneffekten ab. Aufbauend auf dem größten Produktportfolio bei Industriekameras ist Basler in allen drei Punkten weltweit stark aufgestellt, wie man an unserer deutlich über dem Marktdurchschnitt liegenden Wachstumsgeschwindigkeit ablesen kann. In der Zukunft werden wir uns kontinuierlich dem sich ändernden Kundenbedarf anpassen, so dass wir in zehn Jahren sicherlich kein reiner Kamerahersteller mehr sein werden.

Ley: Dies hängt davon ab, wie das Bildverarbeitungssystem der Zukunft aussieht. Unserer Meinung nach werden der aktuell in der Bildverarbeitung dominierenden PC-Architektur Embedded-Architekturen an die Seite gestellt, die deutlich kleinere und kostengünstigere Lösungen erlauben. Wir erwarten, dass sich bei Kameras für PC-basierte Bildverarbeitungslösungen die Trends in Richtung höherer Auflösungen und Bildraten fortsetzen. Hinzukommen werden 3D-Kameras und Produkte, die Strahlung außerhalb des sichtbaren Spektrums detektieren können. Bei Kameras für Embedded-Lösungen wird es darauf ankommen, Kosten, Formfaktor und Integrationsaufwand weiter zu reduzieren und so den Kundenbedarf möglichst schlank zu bedienen.

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