Anzeige
Anzeige
Anzeige

Startschuss

Camera Link HS für Echtzeitanwendungen

Mit der neuesten Generation von Produkten steigt Teledyne Dalsa vom erfolgreichen, aber proprietären HSLink auf den Industriestandard Camera Link HS (CLHS, Mai 2012) um. Das sogenannte Camera Link HS M-Protokoll nutzt dieselben Kupferkabel wie HSLink, die allgemein als CX4 (10GigE) oder Infiniband-Kabel bezeichnet und im CLHS-Standard mit C2 angegeben werden.
Für die meisten Anwendungen reichen die möglichen 15m Kabel mit einem Datendurchsatz von 2,1GByte/s aus. Bei einigen Inspektionssystemen muss die Kamera aber bewegt werden, was zu Brüchen der herkömmlichen CX4-Kabel führen kann. Zum Beheben dieses Problems wurde ein flexibles Kabel mit 5Mio. Zyklen entwickelt. Für Kunden, die mehr als 15m überbrücken müssen, bietet der CLHS-Standard die kostengünstigen Kupfer-auf-Glasfaser-Module an, mit denen Entfernungen größer 100m möglich sind. Mit Revision 2 von CLHS wird die Bitrate für C2-Anschlüsse auf 5GBit/s angehoben (Bitrate des Infiniband-Standards), wodurch ein einzelnes Kabel einen Durchsatz von 3,3GByte/s erreichen kann und damit die komplette Bandbreite der Kupfer-auf-Glasfaser-Adapter nutzt.

Datenraten bis 10GBit/s für Echtzeitanwendungen

PCO und Silicon Software haben sich für das CameraLinkHS X-Protokoll entschieden, das dieselben Merkmale wie das M-Protokoll aufweist, aber Datenraten bis zu 10GBit/s ermöglicht. Eine einzige SFP+-Verbindung überträgt 1.200MByte/s, zudem sind mit Glasfaserkabeln auch größere Entfernungen möglich. Für kürzere Distanzen besteht die Möglichkeit Kupferkabel zu verwenden. Die PCO-Kameras verwenden bis zu vier Kabel (4x10G) zur Beschleunigung der Inspektionen für Echtzeitanwendungen. Zuverlässige Inspektionssysteme werden in CLHS durch die Korrektur von Bitfehlern mithilfe von erneuten Senden der Daten mit niedriger Latenz oder durch Vorwärtsfehler-Korrektur erreicht. Zudem können mit CLHS in der Kamera über das Kabel Bilder mit über 100kHz getriggert werden, und dies ohne zusätzliche oder reservierte Triggerleitungen, was Kosten und Aufwand spart, sowie das gesamte Bildaufnahmesystem vereinfacht. Der Jitter bei einem Trigger beträgt 6,4ns, sodass Zeilenscanner 10Bit-Leistung bei 150kHz erreichen. Schnellere Kameras nutzen jitterfreie CLHS-Triggermethoden, bei denen zusätzliche Werte für die Auslöserzeit bei Bildraten über 1MHz möglich sind.

Neues Design für Inspektionssysteme

Für Systementwickler besteht die Möglichkeit, bidirektionale GPIO-Signale mit niedriger Latenz zu nutzen. Diese erlauben Kombinationen aus Kamera und Framegrabber als Systemschnittstelle, sodass die Implementierung mit einem geringeren Verdrahtungsaufwand möglich ist und das Gesamtsystem beschleunigt wird. Allerdings müssen bei CLHS die Kameras GenICam (mit GenCP SFNC) unterstützen, was auch für viele andere Transportebenen gilt. Systemintegratoren mit GenICam-Kentnissen können so Entwicklungszeiten verkürzen. Die Spitzenbrandbreite von 1.200MByte/s für den CLHS-Befehlskanal ermöglicht es, Kunden-Korrekturkoeffizienten auch für Megapixel-Kameras in kurzer Zeit herunter- bzw. hochzuladen, was völlig neue Ansätze beim Design von Inspektionssystemen ermöglicht. Der unverschlüsselte VHDL CLHS IP-Core für das M- und X-Protokoll steht bei der AIA für je 1.000US$ zur Verfügung. Dieser enthält das CLHS-Protokoll auf der untersten Schicht. Der gemeinsam verwendete Core stellt sicher, dass mögliche Probleme schnell erkannt und behoben werden. So wurde z.B. während einer Entwicklung bei Teledyne Dalsa ein Problem festgestellt, für das Matrox eine Lösung lieferte. Bei einer so engen Zusammenarbeit ist es nicht überraschend, dass der an Matrox Imaging gesendete Prototyp einer Kamera ohne weitere Fehlerbehebungen funktioniert hat. Kunden können also zukünftig eigene Kameras oder Framegrabber entwickeln und dabei sicher sein, dass ihre Entwicklungen sofort kompatibel zu anderen Produkten sind. n

Anzeige

Empfehlungen der Redaktion

Das könnte Sie auch interessieren

Wo andere Messmikroskope nur 1/2″ oder 2/3″-Bildsensoren unterstützen, gestatten die hochpräzisen Wide-Field Video Microscope Units (Wide VMU) die Verwendung von Kameras im APS-C-Format (22,2×14,8mm). Dies ermöglicht ein über siebenmal größeres Bild zur Inspektion. ‣ weiterlesen

www.mitutoyo.de

Anzeige

Die monochrome GigE-Kamera Hawk erzielt bei einer Bildauflösung von 1MP bis zu 100fps. Durch Nutzung der 12/16Bit Datenübertragung kann der volle Dynamikumfang des CCD-Sensors genutzt werden. Selbst bei einer 8Bit Datenübertragung kann durch die integrierte Gamma-Funktion eine höhere Dynamik erreicht werden, wodurch eine erneute Bildaufnahme mit anderer Belichtungszeit überflüssig und somit die Verarbeitungsgeschwindigkeit erhöht wird. ‣ weiterlesen

www.goepel.com

Anzeige

Mit Einführung der Kameras DP27 (5MP) und DP22 (3MP) präsentiert Olympus die nächste Generation digitaler Kameras für die Mikroskopie. Beide Kameras liefern ein detailliertes Full-HD-Live-Bild über eine USB-3.0-Schnittstelle mit einer Bildrate von 30fps (DP22) bzw. 22fps (DP27). Je nach den individuellen Erfordernissen hat der Nutzer die Wahl zwischen einem High-Fidelity-Modus für Bilder in Okular-ähnlicher Qualität sowie einem Normal-Modus mit optimierter Farbwiedergabe, der ideal für schwach gefärbte Proben geeignet ist. ‣ weiterlesen

www.olympus-ims.com

Anzeige

Bei dem kontaktfrei arbeitenden Display-Charakterisierungssystem VCProbe wird der Messkopf durch einen Roboterarm geführt und folgt den unterschiedlichen Displayoberflächen. Möglich sind Vermessungen von 2 bis zu 150Zoll-Bildschirmen. Dabei können Parameter wie Farbe, Kontrast, Reflexionsgrad, Polarisation und Strahldichte in einer Winkelauflösung von 0,5°-Schritten bei Einfallswinkeln von 0 bis 80° erfasst werden und dies bei Geschwindigkeiten von unter 2sec/Messpunkt. ‣ weiterlesen

www.polytec.de

Anzeige

Die AttoMap Software stellt spektroskopische Daten, die mithilfe von Kathodolumineszenz (KL)-Technologie aufgenommen wurden, in 3D dar. Die KL-Technologie integriert ein Rasterelektronenmikroskop und ein Lichtmikroskop in einem hochauflösenden spektroskopischen Instrument. ‣ weiterlesen

www.digitalsurf.fr

Anzeige

Die Telmetricstar Heizkostenverteiler von Brunata-Metrona bestimmen den exakten Wärmeverbrauch von Heizkörpern und übermitteln die Verbrauchswerte an einen Datensammler, der sich außerhalb der Wohnung befindet. Während der Produktion der Heizkostenverteiler werden Data Matrix-Codes auf die Einheiten für die spätere Rückverfolgbarkeit gedruckt. ‣ weiterlesen

Anzeige

www.wi-sys.de

Anzeige

Laut einer aktuellen Studie von MarketsandMarkets steigt der Markt für Produkte und Services im Bereich non-destructive Testing (NDT) von 3,77Mrd. USD im Jahr 2013 bis auf 6,88Mrd. USD im Jahr 2020. NDT fasst verschiedene Techniken wie Ultraschall, Thermographie oder Wirbelstrom-Prüfgeräte zusammen. ‣ weiterlesen

www.marketsandmarkets.com

Anzeige

Auch 2015 bietet InfraTec die Möglichkeit sich auf zahlreichen Schulungen, Seminaren und Veranstaltungen über aktuelle Entwicklungen im Bereich der Infrarot-Thermografie zu informieren. Neben zahlreichen Schulungen am Firmensitz in Dresden finden im Juni die kostenfreien Thermografie- Tage 2015 mit acht Terminen in der D/A/CH-Region statt. ‣ weiterlesen

www.infratec.de

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige