Anzeige
Anzeige

Automatische Palettenerkennung für Lager- und Intralogistik

Das Pallet Detection System arbeitet mit Time-of-Flight-Technologie (ToF) und hat das Ziel, die Produktivität bei Logistikprozessen zu erhöhen und die Effektivität von Automated Guided Vehicles (AGVs) zu verbessern.

Das PDS Palettenerkennungssystem identifiziert die exakte Pose aller Standard-Paletten mit zwei Taschen. Meist werden die Kameras oberhalb und zwischen den Gabeln der Fahrzeuge installiert. (Bild: IFM Electronic GmbH)

Gabelstapler und Hubwagen zählen in der Intralogistik zum Alltag beim Be- und Entladen von LKWs mit Paletten. Auch die Optimierung von Lagern sowie viele Ein- und Auslagerprozesse sind ohne diese Kraftprotze kaum vorstellbar. „In der Regel werden derartige Fahrzeuge noch manuell bedient“, weiß Sebastian Vögele aus dem Customer-Solutions-Team von ifm. „Mit einem System zur automatisierten Palettenerkennung auf Basis unserer ToF-Kameras wollen wir solche Abläufe wirtschaftlicher gestalten, die Fehlerrate im Vergleich zum manuellen Betrieb reduzieren und die Overall Equipment Effectiveness von Unternehmen verbessern.“ Einige AGV sind bereits mit Systemen ausgestattet, die eine Erkennung der Taschen erlauben sollen, in die die Gabeln der Transportfahrzeuge positioniert werden müssen. Meist sind in diesen Fällen Laserlinien im Einsatz, die jedoch relativ viel Zeit zur sicheren Positionserkennung benötigen. Entwickler von ifm Robotics haben sich diese Aufgabenstellung daher genauer angesehen und auf Basis der hauseigenen ToF-Kameras ein vollwertiges System kreiert, das herkömmlichen Ansätzen überlegen ist. Der Name des Systems lautet Pallet Detection System (PDS).

Auswertezeiten unter 1s

Basis des PDS-Systems sind die ToF-Kameras der O3D-Serie. (Bild: IFM Electronic GmbH)

Grundlage des PDS-Systems sind die ToF-Kameras der O3D-Serie. Mit dieser Technologie ist es möglich, die Entfernungen jedes einzelnen Objektpunktes zum Sensor zu messen und auf diese Weise 3D-Aufnahmen von Objekten zu machen. Diese Eigenschaft nutzten die Entwickler für ihr Palettenerkennungssystem: Sie installierten eine ToF-Kamera leicht oberhalb und zwischen den Gabeln eines autonomen Staplers, der im Betrieb bis auf eine Entfernung zwischen 1 und 2m an die nächste zu greifende Palette heranfährt. Mit dem Triggern nimmt die ToF-Kamera eine komplette 3D-Punktewolke der Palette auf, die im Anschluss über den PDS-Algorithmus gefiltert wird, um verrauschte oder unnötige Pixel zu eliminieren. Als Ergebnis gibt das PDS-System die Degrees-of-Freedom-Pose der Palette aus, mit der die genauen Paletten-Koordinaten in x-, y- und z-Richtung sowie eventuelle Verdrehungen um die Vertikalachse oder horizontale Verkippungen angezeigt werden. Diese Daten kommuniziert das PDS drahtgebunden über eine Ethernet-Schnittstelle oder CAN an das Steuerungssystem des Fahrzeugs, das dann die korrekte Aufnahme der Last sicherstellt. Im Detail werden dazu auch die x-, y- und z-Positionen der beiden Taschen berechnet, um die korrekte Aufnahme der Palette durch das Transportsystem sicherzustellen. „Diese Daten werden mit einem Confidence-Faktor ausgegeben, der die Abweichung zu einer idealen Palette darstellt“, erläutert Vögele. „Der Anwender kann damit Grenzwerte für die sichere Identifikation festlegen und so in Abhängigkeit von seinen individuellen Anforderungen bestimmen, unter welchen Bedingungen er ein manuelles Eingreifen wünscht.“ Mit Auswertezeiten von üblicherweise unter einer Sekunde ist das PDS-System erheblich schneller als vergleichbare Systeme und erfüllt die üblichen Anforderungen von Lagerprozessen in den meisten Einsatzfeldern. Trivial ist diese Aufgabenstellung allerdings nicht: In Lagern kommt es häufig zu schwer vorhersehbaren Situationen, z.B. aufgrund von Paletten, die schon lange im Einsatz sind und deshalb nicht mehr zu 100% dem geometrischen Idealzustand entsprechen, oder durch eingelagerte Ware, die leicht verschoben oder verdreht an ihrem Standort steht. Auch Folien, mit denen Paletten und die darauf gelagerten Güter zum Schutz oft eingewickelt sind, können sich lösen und dadurch die Erkennung der korrekten Position erschweren. Ausgelegt ist PDS derzeit für die Anwendung bei Paletten mit zwei Taschen, die in der Industrie weit verbreitet sind.

Anzeige

Empfehlungen der Redaktion

Das könnte Sie auch interessieren

Die ersten intelligenten Codeleser der ID-Serie von Hikvision waren speziell für die Logistik entwickelt. Es folgten die Modelle ID3000 und ID5000 für industrielle Codelese-Anwendungen mit integrierten Deep Learning Funktionen.‣ weiterlesen

www.hikvision.com

Anzeige

Tensorfield Agriculture builds robots for a future without herbicides. We are the first company to eradicate weeds using thermal micro-dosing by firing targeted jets of heated vegetable oil with the aid of computer vision. ‣ weiterlesen

www.tensorfield.ag

Anzeige

Der 3D-Profilsensor Gocator 2490 bietet ein Sichtfeld von 2m (Scanbereich 1x1m), und wurde speziell für eine Vielzahl von Verpackungs- und Logistikanwendungen entwickelt.‣ weiterlesen

www.lmi3d.com

Anzeige

TFL-Mount und TFL-II-Mount sind normierte Objektivanschlüsse für industrielle Kameras mit größeren Bildsensoren. Sie wurden von Toshiba Teli entwickelt und werden von der Lens Working Group der Japan Industrial Imaging Association (JIIA) gehostet. ‣ weiterlesen

Anzeige

www.evotron-gmbh.de

Anzeige

A novel authenticity verification system recognizes small micro code sprayed on object surface creating an area 1 to 3mm². Camera features and software versatility allows to encrypt the cloud of sprayed dots into a unique code linked with the object. ‣ weiterlesen

Anzeige

www.net-gmbh.com

Anzeige

Die Multispekral-Imaging-Lösung Rainbow von Phase One ermöglicht es, Materialien per Tastendruck auf verborgene Eigenschaften zu analysieren. Die integrierte Software steuert sämtliche Komponenten und ermöglicht einen automatisierten Arbeitsprozess per USB. ‣ weiterlesen

industrial.phaseone.com

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige