Anzeige
Anzeige
Anzeige

Adaptive Projektion

Intelligente Beleuchtung für die 3D-Digitalisierung

Streifenprojektionssysteme sind inzwischen fester Bestandteil der industriellen Messtechnik geworden, da sie im Gegensatz zu taktilen Verfahren in kurzer Zeit sehr große Punktmengen erzeugen können. Dennoch stoßen diese Systeme nach wie vor an ihre Grenzen, wenn verschiedene Bereiche der zu digitalisierenden Oberfläche stark unterschiedliche Reflexionseigenschaften aufweisen und als Folge davon der von der Kamera detektierbare Dynamikumfang nicht mehr ausreicht. Der Comet 6 Sensor beschreitet hier einen neuen Weg, indem er die projizierte Lichtmenge automatisch an die lokalen Reflexionseigenschaften des Messobjektes anpasst.
Gegenüber konventionellen Koordinatenmessverfahren haben Streifenprojektionssysteme einige unbestrittene Vorteile. Anstatt der taktilen Antastung einiger ausgewählter Punkte ermöglichen sie die berührungslose und vollflächige Erfassung komplexer Objektoberflächen mit hoher Punktdichte. Sind die Messdaten akquiriert und gespeichert, ist bei Bedarf auch eine nachträgliche Auswertung vormals unberücksichtigter Merkmale und somit eine rückwirkende Prüfung des Produktionsprozesses möglich. Außerdem sind die Sensoren aufgrund ihrer kompakten Größe und ihres geringen Gewichts transportabel und entsprechend flexibel einsetzbar. Typische Einsatzbereiche liegen in der Qualitätskontrolle, dem Reverse Engineering oder im Designprozess. Die modulare Bauweise des High-End-Streifenprojektionssystems Comet 6 erlaubt eine schnelle Anpassung des Messfeldes an die jeweilige Messaufgabe, wobei kleine Arbeitsabstände auch bei großen Messfeldern für größtmögliche Flexibilität sorgen. Mit der 16 Megapixel-Kamera wird eine im Bereich der Streifenprojektion bisher unerreichte Auflösung angeboten. Projektorseitig ermöglicht die Blue-LED-Technologie ein vom Umgebungslicht unabhängiges Messen. Eine Bedingung für eine erfolgreiche Messung, die bisher alle Streifenprojektionssysteme an die zu digitalisierende Objektoberfläche stellen, ist eine ausreichend diffuse Reflexion des projizierten Lichts. Denn gerichtete Reflexionen führen mitunter zu starker Über- bzw. Untersteuerung des Streifenmusters im Kamerabild, was wiederum zur Folge hat, dass an den entsprechenden Stellen keine Messdaten generiert werden können. Aus diesem Grund sind Anwender bei der Digitalisierung glänzender Objekte oftmals gezwungen, die Objektoberfläche vorab mit Kreidespray zu präparieren, um für eine diffuse Reflexion des Streifenmusters zu sorgen. Da eine solche Vorbehandlung des Objektes jedoch immer einen Mehraufwand bedeutet und in vielen Fällen vom Anwender nicht gewünscht ist, bleibt oftmals nur die Ergänzung weiterer Messungen mit angepassten Belichtungszeiten. Dies erhöht die Gesamtmesszeit und erschwert so den Einsatz von Streifenprojektionssystemen gerade im industriellen Umfeld.

Intelligent Light Control

Der Comet 6 Sensor begegnet dieser Aufgabenstellung mit dem gänzlich neuen Konzept der ´Intelligent Light Control´ (ILC), welches die Intensität des projizierten Lichts, abhängig von der Belichtung der Kamera, punktuell an die Reflexionseigenschaften der Objektoberfläche anpasst. Dies ist möglich, weil das Projektionsdisplay eine pixelweise Modulation der Lichtintensität erlaubt. Da die Menge des detektierten Lichts insbesondere von der Orientierung der Kamera zum Messobjekt und der Projektoreinheit abhängt, kann ein derartiges Verfahren nur mit einem Ein-Kamera-System angewandt werden. Beim Start jeder Messung wird zunächst eine kurze Serie unterschiedlicher Helligkeiten auf den zu digitalisierenden Objektbereich projiziert, um die ideale Projektionsintensität individuell für jedes Kamerapixel zu bestimmen. Eine Korrespondenzsuche ermittelt welcher Teil des Projektionsdisplays den Teil der Objektoberfläche beleuchtet, der von dem jeweiligen Kamerapixel beobachtet wird. Dadurch wird eine Messung mit lokal angepasster Lichtintensität ermöglicht und eine homogene Beleuchtung des Messobjektes gewährleistet, sodass der Dynamikbereich der Kamera optimal ausgenutzt wird. Bei automatisierten Anwendungen mit einer wiederholgenauen Positionierung des Sensors, z.B. durch den Einsatz eines Industrieroboters, können zudem die ermittelten Korrespondenzen und Intensitäten einmalig gespeichert und bei jedem erneuten Start des Messprogramms abgerufen werden, was dazu beiträgt die eigentliche Messzeit weiter zu verkürzen.

Fazit

Glänzende Messobjekte, wie z.B. unbearbeitete Blechteile, deren Oberfläche das einfallende Licht überwiegend gerichtet reflektiert, stellten bisher hohe Anforderungen an Streifenprojektionssysteme. Intelligent Light Control ist ein innovatives Verfahren, um derartige Messobjekte zukünftig effizienter zu digitalisieren.

Anzeige

Empfehlungen der Redaktion

Das könnte Sie auch interessieren

Organische Leuchtdioden sind flache, homogene und energieeffiziente flächenhafte Beleuchtungselemente, die für die Bildverarbeitung interessante Optionen bieten. Die herausragende Eigenschaft der OLED stellt ihre extrem dünne Bauweise und die flächige Abstrahlcharakteristik dar, die sie von bisherigen Lichtquellen grundlegend unterscheidet. Inzwischen wird statt der unteren Abdeckung aus Glas auch eine Dünnschichtverkapselung verwendet. Dadurch kann man die Gesamtdicke sogar auf unter 1mm reduzieren. ‣ weiterlesen

Anzeige

www.oled-olab.net; www.stemmer-imaging.de

Anzeige

Varioptic und Datalogic haben den Barcodeleser Matrix 300 und den Handscanner PowerScan PBT9500 HP mit Flüssiglinsen ausgestattet. Der 1,3MP-Barcode-Reader kann bis zu 60fps aufnehmen. Die eingebauten Flüssiglinsen ermöglichen eine schnelle Änderung des Fokus – und das ohne bewegliche Teile. ‣ weiterlesen

www.varioptic.com

Anzeige

Die zwei neuen Piranha4-Zeilenkameras verfügen über 2K-Auflösung. Die Farbkameras können in jedem beliebigen Winkel zum Bahnware ausgerichtet werden, was bei neuen Systemen eine erhöhte Flexibilität erlaubt. ‣ weiterlesen

www.teledynedalsa.com

Anzeige

Wie bereits im letzten Jahr wird es auch auf der Sensor+Test 2014 einen Themenstand ‚Sensoren und Systeme für die Bildverarbeitung‘ geben, auf dem sich Unternehmen und Institute präsentieren können. ‣ weiterlesen

Anzeige

Bereits zum neunten Mal treffen sich am 20. März 2014 Experten und Verantwortliche aus Industrie, Handel und Marken zum Deutschen Verpackungskongress in Berlin. Das jährlich stattfindende Event ist Branchengipfel, Kommunikationsplattform und Netzwerktreffen. ‣ weiterlesen

www.verpackungskongress.de

Anzeige

Seit Jahren schon sind Industrie-PCs ein wichtiger Bestandteil der Bildverarbeitung. Daher wird es dieses Jahr erstmalig den Gemeinschaftsstand ‚IPC-4-VISION‘ auf der VISION 2014 geben. Gleich beim ersten Mal werden dabei wichtige Keyplayer der Branche, wie z. ‣ weiterlesen

www.vision-messe.de

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige