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Non Expert Vision

Interview: Welchen Mehrwert bietet IO-Link für die Bildverarbeitung?

Welche Rolle mittlerweile die Bildverarbeitung und IO-Link bei ifm spielt, erklärt Michael Paintner, Mitglied der zentralen Konzerngeschäftsleitung der ifm-Unternehmensgruppe.

„Wir entwickeln Advanced Vision Sensoren, die zwar Bildverarbeitung verwenden, sich aber so einfach wie ein herkömmlicher Sensor installieren und in Betrieb nehmen lassen.“ Michael Paintner, ifm electronic

inVISION: Warum beschäftigt sich ifm intensiv mit dem Thema Bildverarbeitung?

Michael Paintner: Die Entwicklung von Sensoren für die Automatisierung und das Industrial IoT sind die grundlegenden Pfeiler unserer Unternehmensgruppe. Dabei arbeiten wir stets an der Entwicklung von Sensoren für weitere Messgrößen und an neuen Sensorprinzipien. Die Bildverarbeitung ist ein wesentlicher Baustein für die kontinuierliche Verbesserung der OEE (Overall Equipment Effectiveness) in der Industrie und ein logischer Schritt in der Weiterentwicklung unserer optischen Sensoren. Für uns ist es allerdings entscheidend, dass es sich stets um Produkte handelt, die mittels Bildverarbeitung verlässliche Informationen im Kontext der jeweiligen Applikation liefern. Klassische industrielle Bildverarbeitungssysteme, die sehr komplex, teuer, aufwändig zu installieren und wartungsintensiv sind, liegen nicht in unserem Fokus. Stattdessen entwickeln wir Advanced-Vision-Sensoren, wie unseren Linien-Scanner PMD Profiler, der zwar Bildverarbeitung verwendet, sich aber so einfach wie ein herkömmlicher Sensor installieren und in Betrieb nehmen lässt. Auch bei unseren RGB- und ToF-Kameras O3D bzw. O3M ist der Anwender auch ohne Machine-Vision-Knowhow in der Lage, seine Anwendung in Betrieb zu nehmen. Selbstverständlich bieten wir aber auch Produkte für Vision-Experten und -Integratoren an, die aus den aufbereiteten und kalibrierten Rohdaten der Bildverarbeitung eigene Lösungen schaffen können.

inVISION: Wird der Vision-Sensor irgendwann den klassischen Abstandssensor ablösen?

Paintner: Das glaube ich nicht. Letztendlich kommt es immer auf die Anwendung und die konkreten Anforderungen an. Und da wird es immer noch Fälle geben, in denen ein herkömmlicher Abstandssensor völlig ausreicht. Auch wenn unsere Vision-Sensoren im Vergleich zu einer klassischen industriellen Bildverarbeitung sehr kostengünstig sind, können sie nicht mit dem Preisniveau beispielsweise eines binären Näherungssensors mithalten.

inVISION: Welche Vorteile bietet IO-Link zukünftig für die Bildverarbeitung?

Paintner: IO-Link bietet zahlreiche Vorteile bei der Anbindung von Sensoren an übergeordnete Automatisierungssysteme und für die einfache Parametrisierung der Geräte. Um große Datenmengen, z.B. ein hochauflösendes Bild mit einer Frequenz von 50Hz, zu übertragen, ist IO-Link dagegen technologisch nicht geeignet. Aber auch hier kann IO-Link Vorteile bieten, denn für die Anwendung sind nur selten die kompletten Rohdaten notwendig. Aus den aufgenommenen Daten müssen also Informationen werden, die sich dann über IO-Link übertragen lassen. Genau das ist einer der Vorteile, die unsere Advanced-Vision-Sensoren bieten. So kann der Linien-Scanner PMD Profiler neben dem einfachen IO/NIO-Signal auch weitere Informationen, wie beispielsweise die Ausschussrate, über IO-Link übertragen.

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