Anzeige

Lexikon der Bildverarbeitung: MIPI CSI-2

Das MIPI Camera Serial Interface 2 (MIPI CSI-2) ist eine Kameraschnittstelle, die im Embedded-Bereich eingesetzt wird. Im Gegensatz zu industrietypischen Schnittstellen, die aus industriellen Standards für kabelgebundene Datenübertragung hervorgegangen sind, wurde sie für mobile Systeme zur Übertragung von Bilddaten entwickelt.

Da MIPI CSI-2 für mobile Systeme zur Übertragung von Bilddaten entwickelt wurde, sind hohe Bandbreite, niedriger Energieverbrauch und geringe elektromagnetische Beeinflussung wichtig. (Bild: Evotron GmbH & Co. KG)

Da MIPI CSI-2 für mobile Systeme zur Übertragung von Bilddaten entwickelt wurde, sind hohe Bandbreite, niedriger Energieverbrauch und geringe elektromagnetische Beeinflussung wichtig. (Bild: Evotron GmbH & Co. KG)

Treibende Kraft ist die Mobile Industry Processor Interface Alliance, ein 2003 gegründeter Unternehmensverband, dem heute über 300 Unternehmen angehören. Ziel ist es, Hard- und Software-Interfaces von Chipsets und Peripherie zu entwickeln, zu harmonisieren, zu standardisieren und für Anwender einfach zu gestalten. Da immer mehr CMOS-Sensoren eine MIPI-Schnittstelle besitzen und auch die Makerszene zunehmend Prozessorboards damit ausrüstet, verbreitet sich die Schnittstelle in der Embedded-Welt zunehmend und damit auch bei Embedded Vision Systemen. MIPI CSI-2 verfügt über drei Schichten: Transportlayer, Anwendungslayer und physikalischen Bit-Übertragungslayer. Der Standard beschränkt sich auf das Protokoll der Datenübertragung, nicht auf die Stecker. Zur Verbindung von Kameramodul und Embedded Board wird meist ein Flachbandkabel mit max. 400mm Länge und folgenden Leitungen genutzt:

  • • 2x universelle I/Os für die Kamerasteuerung über I²C
  • • 1x Clock
  • • 4x Image Data-Lanes
  • • 2x freie I/Os z.B. (externe Triggerung)
  • • 1x externe Spannungsversorgung

Der Vorteil von MIPI ist die hohe Bilddatenübertragungsrate von bis zu 6Gbit/s bei Nutzung von wahlweise bis zu vier Lanes, was die Leistung einer USB3 Vision-Kamera übertrifft. Das CSI-2-Protokoll bindet bei der Bildübertragung weit weniger Rechenleistung als bei USB-Übertragung, da aktuelle Mulitcore-Prozessoren MIPI CSI-2 Ports bereits auf der CPU integriert haben. So werden Bilddaten direkt übertragen, ohne Umweg über das Bussystem. Im Unterschied zur der im Visionmarkt üblichen GenICam-Spezifikation fehlt ein standardisierter Software-Stack, eine standardisierte API und eine standardisierte Bilddatenschnittstelle. Ebenso sind im Standard keine Treiber-Stacks definiert. Sensoren oder Kamera müssen vom Entwickler für jeden neuen Bildsensor selbst angepasst werden. Derzeit beschreibt MIPI CSI-2 eine schlanke und kostengünstige Kameraschnittstelle, die aber nur mit deutlichem softwareseitigem Aufwand auskommt.

Anzeige

Empfehlungen der Redaktion

Das könnte Sie auch interessieren

Während der Corona-Pandemie sind auch die Kundenkontakte in vielen Branchen stark reduziert oder gar nicht mehr möglich. Wie sich Außendienst-Mitarbeiter auf einen persönlichen Kontakt derzeit freuen, schildert Monique vom Stein, Produktmanagement Positionssensoren bei ifm.‣ weiterlesen

www.ifm.com

Anzeige

Um sein Angebot an schlüsselfertigen automatisierten Qualitätssicherungslösungen zu erweitern bietet Creaform ab sofort den robotergeführten optischen 3D-Scanner MetraScan-R Black, vier verschiedene Modelle des Cube-R 3D-Scanning-Messgeräts und das VXscan-R Softwaremodul für digitale Zwillingsumgebungen an.‣ weiterlesen

www.creaform3d.com

Anzeige

Researchers at the Sheikh Zayed Institute for Pediatric and Surgical Innovation, Washington, DC, introduced a novel approach to optical mapping that requires only a path splitter, a single camera, a frame grabber and an excitation light to simultaneously acquire voltage and calcium signals from whole heart preparations.‣ weiterlesen

www.bitflow.com

Anzeige

Ob prädiktive Wartung, Erkennung von Fehlverhalten oder Prozessanalyse: Aus Vibrationen und Schwingungen von Maschinenkomponenten lassen sich Informationen ableiten. Ein neuer Lösungsansatz besteht in der Nutzung von Event-Based Sensoren, integriert in eine intelligente Multiprozessorkamera.‣ weiterlesen

www.imago-technologies.com

Anzeige

Microsoft und Sick kombinieren ihr Know-how auf dem Gebiet der 3D-Time-of-Flight-Messung (ToF). Das erste Produkt der Zusammenarbeit ist der 3D-Snapshot-Sensor Visionary-T Mini.‣ weiterlesen

www.sick.de

Anzeige

The DVL-5000 laser profiler of inivation features ultra-high-speed (5kHz at full resolution), low-latency laser profiling at full resolution and high precision for rapid response to dynamic environments. ‣ weiterlesen

inivation.com

Anzeige

Emergent Vision presents the first camera series based on 50GigE and 100GigE interfaces. ‣ weiterlesen

www.emergentvisiontec.com

Anzeige

Die KI-Software AI.See von elunic wird häufig zur Prüfung von Oberflächen aus Metall und Kunststoff eingesetzt. Mit einem Starterkit und einem Smartphone können Anwender selbst einen ersten Eindruck einer KI-basierter Qualitätsprüfung gewinnen.‣ weiterlesen

www.elunic.com

Anzeige

Der KPI-Assistant von Bitmotec ermöglicht es, Prozessdaten aus unterschiedlichsten Quellen für individuelle Prozessanalysen zu verarbeiten. Zusätzlich kann er z.B. mit einer integrierter KI-Vision Anwendung und Farbkamera als mobile Inspektionslösung genutzt werden.‣ weiterlesen

www.bitmotec.com

Anzeige

Die Firma Vision Ventures ist spezialisiert auf Merger & Acquisition von Vision Tech Firmen. inVISION sprach mit Firmeninhaberin Gabriele Jansen inwieweit die Covid 19 Krise die Branche, aber auch ihre Arbeit verändert hat.‣ weiterlesen

www.vision-ventures.eu

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige